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Medienkompetenz und KI Hessen gibt Millionen für Bildung aus

Mehr Deutsch und ein neues Fach - Hessen gibt Millionen für Bildung aus

Simone Gutberlet

Redakteurin
Simone Gutberlet

Smartphones in der Schule
© Marcus Brandt/dpa

Hessen will die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern weiter stärken. (Symbolbild)

Hessens Schüler sollen besser in Deutsch, Mathe und bei KI werden: Dazu hat die Landesregierung ein neues Bildungspaket für die kommenden Jahre vorgestellt. 50 Millionen Euro will sie zusätzlich investieren - unter anderem in eine zusätzliche Deutschstunde und ein neues Pflichtfach.

Ziel des sogenannten Bildungschancenpakets ist es, die grundlegenden Kompetenzen der Kinder zu stärken. So gib es ab dem Schuljahr 2028/2029 in der ersten Klasse eine Deutschstunde mehr pro Woche, insgesamt dann also sieben. Zudem sei in den dritten und vierten Klassen täglich rund eine halbe Stunde verbindliche Lesezeit vorgesehen, teilte die Landesregierung mit.

In Mathe sind schon in den ersten beiden Klassen Mitlaufkurse geplant für Schülerinnen und Schüler, die hier zusätzliche Unterstützung brauchen.

Fit bei Neuen Medien

Alle Schulkinder der vierten Klassen müssen künftig in Hessen einen Medienführerschein machen. So sollen sie unter anderem lernen, richtig mit persönlichen Daten umzugehen oder Fakenews sicher zu erkennen. Das Angebot startet im Schuljahr 2027/2028.

Für Fünftklässler gibt es dann ein neues Pflichtfach. “KI und Digitale Welt” soll es heißen und Medienbildung und Informatik vermitteln. “Künstliche Intelligenz im Unterricht gibt es so bisher nirgendwo in Deutschland”, sagte Ministerpräsident Boris Rhein. Da werde Hessen ein Pionier sein.

Ministerpräsident Rhein: Hessen bei KI im Unterricht Pionier

KI im Unterricht gebe es so nirgendwo in Deutschland, sagt Hessens Ministerpräsident Rhein.

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Kultusminister Schwarz (li), Ministerpräsident Rhein (Mitte) und Vize-Ministerpräsident Mansoori (re) haben gemeinsam das Bildungschancenpaket der Landesregierung vorgestellt.
© Hit Radio FFH

Kultusminister Schwarz (li), Ministerpräsident Rhein (Mitte) und Vize-Ministerpräsident Mansoori (re) haben gemeinsam das Bildungschancenpaket der Landesregierung vorgestellt.

Mehr Unterstützung für Brennpunkt-Schulen

Brennpunktschulen sollen gezielter gefördert werden. Dazu sei der Sozialindex weiterentwickelt worden, heißt es. In zwei Schritten sind demnach je 100 zusätzliche Stellen für Schulen vorgesehen, die besonderen Unterstützungsbedarf haben. Dabei gehe man nicht mit der Gießkanne vor, betonte Kultusminister Armin Schwarz.

Talente-Campus und Bestenförderung

Neben den schwächeren Schülerinnen und Schülern sollen auch die besonders begabten gefördert werden. Geplant ist dazu ein Talente-Campus in Zusammenarbeit mit Universitäten oder auch der Volkshochschule.

Herausragende Absolventen sollen besonders geehrt werden. Entscheidend sei hierbei nicht nur die Note sondern auch das Engagement, sagte Schwarz.

50 Millionen zusätzlich

Für das Bildungschancenpaket sind bis zum Ende der Legislaturperiode 50 Millionen Euro zusätzlich vorgesehen. Dafür sollen 680 zusätzliche Lehrerstellen finanziert werden. 

“Ein Hin und Her”

Die FDP-Fraktion im hessischen Landtag kritisiert das Hin und Her beim Fach "Digitale Welt". Das war zuletzt als Schulfach wieder gestrichen und zur freiwilligen AG gemacht worden bevor es jetzt als Pflichtfach wieder zurückkehrt.

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“Päckchen statt Paket”

Für die Grünen ist das Paket nur ein “Päckchen”. Besonders deutlich werde das beim Sozialindex an Brennpunktschulen: Hier würden zwar 200 neue Stellen geschaffen, vorher seien dort aber 300 Stellen gestrichen worden.

Die Gewerkschaft GEW sieht die Maßnahmen als ersten Schritt in die richtige Richtung, fordert für die Schulen insgesamt aber mehr Verlässlichkeit.

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