Pilotprojekt in Mainz - Neues Mehrweg-Geschirr auf dem Weinmarkt
Die Bratwurst auf dem Pappteller oder die Suppe in der Plastikschüssel: Einweg-Geschirr ist noch viel zu oft auf Stadtfesten im Einsatz. Die Stadt Mainz testet deshalb jetzt auf dem Weinmarkt ein Mehrweg-Pfandsystem mit Automaten.
Mit dem Mehrweg-System könnten bis zu fünf Tonnen Müll eingespart werden, hofft der Veranstalter manzplus.
Erfolgreicher Testlauf beim Mainzer WeinUfer
Bereits im Mai wurde das System erfolgreich beim Mainzer WeinUfer getestet. Hier konnten 10.000 Einwegbehälter eingespart und eine Tonne Müll vermieden werden. Dies dient als Vorbild für den kommenden Weinmarkt, wo eine signifikante Reduzierung des Mülls erwartet wird.
Große Effekte dank digitaler Technologie
Das automatisierte Mehrwegsystem macht es sowohl Betreibern als auch Gästen leichter, erklärt das Stadtmarketing. Besucher würden von kürzeren Wartezeiten profitieren, während für Standbetreiber kein eigenes Geschirr mehr notwendig sei, und auch das Spülen dreckiger Teller entfalle. Bis zu 50.000 Einwegbehälter könnten gespart und bis zu fünf Tonnen Müll vermieden werden.
Einsatz bei anderen Groß-Events denkbar
Geschäftsführerin Katja Mailahn betont, dass Nachhaltigkeit nicht länger ein Kompromiss sein muss. Durch den systematischen Einsatz von Mehrwegsystemen soll der ökologische Fußabdruck der Veranstaltungen weiter gesenkt werden. Langfristig soll dieses System auch bei weiteren Großevents zum Einsatz kommen.