Maden an Leichen - Klinikum Kassel äußert sich zu Vorwürfen
Das Klinikum Kassel steht im Zentrum schwerer Anschuldigungen, die von einem Video eines Ex-Aufsichtsratsmitglieds der Betreiberfirma ausgelöst wurden. Er hatte einen anonymen Brief bekommen.
Das Klinikum Kassel gehört zur Gesundheit Nordhessen Holding (GNH). Die Leitung hat nun auf ihrer Homepage Stellung bezogen.
Madenbefall aus anderen Pathologien
Die Klinikleitung erklärt, dass der Madenbefall bei Leichen aus externen Pathologien stammte. Sobald das Problem entdeckt worden war, stoppte demnach die Klinik die Annahme von externen Fällen und führte eine gründliche Reinigung durch.
Verwendung abgelaufener Medizinprodukte
Ein weiterer Vorwurf betrifft die Nutzung abgelaufener Medizinprodukte. Die Klinik gibt zu, dass vor vier Jahren ein abgelaufener Gefäß-Stent an einem Herzen implantiert wurde. Es kam jedoch zu keinen gesundheitlichen Folgeschäden, heißt es, und weitere Fälle seien nicht bekannt.
Zukunftsorientierte Maßnahmen
Das Klinikum betont, dass die angesprochenen Probleme entweder falsch dargestellt oder mittlerweile behoben seien. Die Klinik bleibe bestrebt, höchste Standards in der Patientenversorgung zu gewährleisten.
Staatsanwaltschaft und Gesundheitsministerium prüfen
Die Staatsanwaltschaft Kassel und das Gesundheitsministerium stehen im Austausch. Eine Anklage wurde aber bislang nicht erhoben.