Nach über 6 Jahren Schließung - Eschwege: Parkhaus-Comeback im November
Nach über sechs Jahren Stillstand öffnet das Parkhaus am Hospitalplatz in der Eschweger Innenstadt ab Ende November wieder - zumindest in Teilen. Wie die Werra-Rundschau zuerst berichtete, hat der Magistrat der Stadt die Teilöffnung des Gebäudes beschlossen.
Bis Ende November sollen mehr als 100 Stellplätze wieder nutzbar sein, vorher müssen aber noch Arbeiten erledigt werden. Auf FFH-Nachfrage bestätigte eine Sprecherin der Stadt Eschwege den Termin noch einmal ausdrücklich - man sei froh, dass die Teilöffnung pünktlich zum Vorweihnachtsgeschäft gelinge.
Warum nicht alle Ebenen öffnen können
Grund für die Einschränkung: Gutachter erlauben pro Stellplatz künftig nur noch drei Tonnen Gewicht. Damit das hält, müssten mehrere Ebenen zusätzlich abgestützt werden. Die betroffenen Etagen dienen daher nur noch als Durchfahrt für die neuen Stützpfeiler. Unterm Strich stehen so 116 der knapp 200 Parkplätze wieder zur Verfügung, berichtet die Werra-Rundschau.
Zwölf Jahre Ärger um die Bauruine
Das 1986 eröffnete Parkhaus in der Innenstadt - unweit der Klosterbrauerei - beschäftigt Eschwege seit vielen Jahren: Streusalz und Feuchtigkeit hatten dem Beton stark zugesetzt. Die Stadt verpachtete es 2014 daher an einen Investor, der dann aber wieder absprang. In der Folge schloss das Parkhaus vor Beginn der Corona-Pandemie und die Stadt erhielt es nach einem Rechtsstreit zurück.
So soll das Parken künftig verteilt werden
Die Stadt - Kreisstadt des Werra-Meißner-Kreises - teilt die Flächen jetzt neu auf: Untere Ebene und Freifläche seien für spontanes Kurzzeitparken vorgesehen, die Tiefgarage bleibe langfristig vermietet, die Ebenen sechs und sieben gehen an Dauerparker wie Pendler und Bewohner mit monatlicher Erlaubnis.
Wie geht es jetzt weiter?
Bis zur Teilöffnung müssen Stützpfeiler eingebaut, die Elektrik erneuert und zwei neue Parkautomaten installiert werden. Insgesamt investiert die Kreisstadt rund 200.000 Euro - zunächst befristet auf zwei Jahre. Das Parkhaus werde weiterhin - auch im Hinblick auf die Auslastung - beobachtet und überprüft. Danach soll über die weitere Zukunft entschieden werden, berichtet die lokale Zeitung: Neuer Investor, Kernsanierung oder Ersatzneubau?