Finger weg! - Polizei warnt vor Haustürgeschäften
Die Hoffnung auf schnelles Geld bringt viele in Versuchung, aber die Polizei warnt jetzt in einer Pressemitteilung eindringlich vor Haustürgeschäften und sogenannten Ankaufbetrügern.
"Es klingt zu schön um wahr zu sein: Mit alten Dingen, die im Haus verstauben oder im Schrank vor sich hin gammeln, schnelles Geld verdienen. Das böse Erwachen folgt dann oft erst im Nachhinein", schreibt das Polizeipräsidium Osthessen in Fulda.
Reisende Händler
Die Täter seien oft sehr kreativ und träten auf unterschiedliche Art und Weise an ihre Opfer heran. Häufig seien es reisende Händler, die an den Haustüren ihrer Kunden klingeln oder mit ihren Fahrzeugen auf bekannten Plätzen im jeweiligen Ort aufschlagen. Aktuell landeten wieder vermehrt Werbezettel, die Hoffnungen auf das große Geschäft wecken, in den Briefkästen der osthessischen Bürgerinnen und Bürger.
Unverschämte Angebote
Die Händler geben vor, alte Bekleidung wie Lederjacken, Trachten oder Pelze, Antiquitäten, alte Musikinstrumente, Porzellan, Teppiche oder Möbelstücke ankaufen zu wollen und geben dafür teils unverschämte Angebote ab. Das tatsächliche Interesse der "Geschäftsleute" gelte jedoch häufig wertvollen Gegenständen wie Schmuck, Uhren, Gold, Silber sowie anderen Edelmetallen. In geschickt geführten Gesprächen erschleichen sie sich das Vertrauen ihrer Kunden und überzeugen diese, ihre Wertsachen zu "Schleuderpreisen" abzugeben, warnt die Polizei.
Ungestört klauen
In anderen Fällen betreten die Schwindler die Wohnungen und Häuser ihrer späteren Opfer und lenken diese gezielt auf unterschiedliche Art und Weisen ab - während ihre Komplizen zunächst ungestört die Wohnung erkunden oder unbemerkt Wertgegenstände aus den Räumlichkeiten entwenden. Ziel der Täter sei es, auf unterschiedlichsten Wegen an das Ersparte und die Wertgegenstände von gutgläubigen Bürgerinnen und Bürgern zu gelangen. Vor diesem Hintergrund ist die Bandbreite der Vorwände nahezu unbegrenzt. “Schließlich wollen die Schwindler nur Ihr Bestes - Ihre Wertgegenstände und Ihr Geld!”
Die Polizei rät:
- Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung oder Ihr Haus
- Verlangen Sie stets einen Ausweis und überprüfen Sie, ob es sich tatsächlich um ein existierendes und seriöses Unternehmen mit festen Geschäftsräumen handelt
- Lassen Sie sich niemals unter Zeitdruck setzen und holen Sie Vergleichsangebote ein, bevor Sie Wertgegenstände verkaufen
- Seien Sie besonders misstrauisch bei angeblich außergewöhnlich guten Angeboten für ihr Eigentum oder hohen Preisversprechen
- Informieren Sie sich möglichst vorab über den tatsächlichen Wert Ihrer Gegenstände
- Wenn Ihnen eine Situation verdächtig vorkommt oder Sie sich unsicher fühlen, zögern Sie nicht, den Polizeinotruf unter 110 zu wählen
- Wachsamkeit schützt - informieren Sie auch Angehörige und Nachbarn über diese Phänomene