Zoll macht Ekel-Fang bei Rodgau - Transporter mit 700 Kilo Krebsen gestoppt
Ein Routine-Check des Zolls in der Nähe von Rodgau endete mit einer tierischen Entdeckung: Beamte fanden über 700 Kilogramm Krebstiere auf der Ladefläche eines Transporters. Die lebende Fracht war eigentlich für ein Restaurant im Rhein-Main-Gebiet bestimmt.
Die Zöllnerinnen und Zöllner wurden bei einer Verkehrskontrolle auf einen Sprinter mit italienischer Zulassung aufmerksam. Der Fahrer gab an, gerade aus Italien zu kommen und auf dem Weg nach Frankfurt zu sein.
700 Kilogramm lebende Fracht
Ein Blick auf die Ladefläche offenbarte den Beamten dann eine riesige Menge an Schalentieren. Insgesamt befanden sich laut Hauptzollamt Darmstadt mehr als 700 Kilogramm Krebstiere in dem Wagen. Die Tiere wurden den Angaben zufolge in Netzen transportiert und waren dabei eng zusammengepresst. Für einige Exemplare kam jede Hilfe zu spät, sie waren bereits verendet.
Papiere fehlen komplett
Auf Nachfrage konnte der Fahrer keine gültigen Dokumente für die heikle Fracht vorlegen. Es fehlten laut Zoll sowohl Lieferscheine als auch Rechnungen oder sonstige Begleitpapiere. Daraufhin schalteten die Beamten das zuständige Veterinäramt ein.
Veterinäramt stoppt Weiterfahrt
Die Prüfung der Experten bestätigte den Verdacht: Der Fahrer konnte weder die ordnungsgemäße Herkunft noch die tierseuchenrechtliche Unbedenklichkeit der Ware nachweisen. Das Veterinäramt untersagte daraufhin die Auslieferung der Krebstiere an das Restaurant und leitete weitere rechtliche Schritte ein.