IHK-Konjunkturbericht - Keine rosigen Wirtschafts-Aussichten
Wie läuft es aktuell mit der Wirtschaft hier im Landkreis? Das wird im Konjunkturbericht der IHK dargestellt - und leider sieht es im Landkreis Fulda nicht sehr rosig aus.
“Die derzeitige Geschäftslage ist über alle Branchen hinweg negativ. Das heißt, eine Mehrzahl der Unternehmen bewertet die Geschäftslage entweder als befriedigend oder aber als schlecht. Also keine gute Ausgangslage, um ins Jahr zu starten”, so der Hauptgeschäftsführer der IHK Fulda, Michael Konow, im FFH-Interview.
Viele Risken
Die Wirtschaft im Raum Fulda sei derzeit von vielen Risiken negativ beeinflusst. Ein Hauptpunkt sei die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, die zwei von drei Unternehmen als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten sehen, so Konow. Auch die Sorge vor einem Einbrechen der Inlandsnachfrage ist groß - rund 60 Prozent der befragten Unternehmen äußerten ihre Sorge darüber.
Steigende Kosten machen zu schaffen
“Außerdem sind die Arbeitskosten zuletzt noch deutlich gestiegen durch den Mindestlohn. Aber auch steigende Energie- und Rohstoffpreise beeinflussen durch die zum Jahresbeginn gestiegene CO2-Abgabe. Und natürlich kann sich die osthessische Wirtschaft wie auch überhaupt die deutsche Wirtschaft nicht von den geopolitischen Risiken, insbesondere der erratischen Zollpolitik und Handelspolitik der US-Regierung, lösen. Also alles Risiken, die sich ganz schnell und unmittelbar negativ auf die Geschäfte auswirken”, berichtet Konow.
Konow: “Gibt wenig Hoffnung, dass es dieses Jahr boomen wird”
Und auch der Ausblick ins Jahr 2026 ist eher düster: “Unsere Konjunkturumfrage gibt leider wenig Anlass zur Hoffnung, dass es in diesem Jahr boomen wird. Zwar wird es ein gewisses Wirtschaftswachstum geben, aber das ist staatlich erkauft. Was mich persönlich besonders beunruhigt, ist, dass die Investitionen zurückgehen werden. Und wenn investiert wird, wird nicht in Innovation investiert. Und auch Beschäftigung wird wahrscheinlich leicht zurückgehen. Also alles Dinge, die uns zukünftiges Wachstum bringen könnten”, bilanziert Michael Konow.