Übergabe in Bad Hersfeld - 100.000 Euro für mehr Sicherheit
Mehrere Kommunen im Kreis Hersfeld-Rotenburg haben vom Land Hessen eine Förderung über insgesamt 100.000 Euro bekommen. Das Geld soll für Sicherheitsmaßnahmen bei Festen eingesetzt werden.
Innenminister Poseck übergab den Bescheid an die Bad Hersfelder Bürgermeisterin Anke Hofmann. Doch das Geld bleibt nicht allein in der Kreisstadt: Auch die Rathauschefs aus Bebra, Heringen (Werra) und Rotenburg an der Fulda waren bei dem Termin dabei, denn die vier Städte ziehen künftig an einem Strang.
Gemeinsame Anschaffung von Sperren
Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Beschaffung von zertifizierten Zufahrtssperren. Diese sollen künftig bei öffentlichen Veranstaltungen in allen vier Städten für mehr Sicherheit sorgen. Statt dass jede Kommune eigenes Material kauft, lagert und wartet, teilen sich die Nachbarn diese Aufgaben.
Hohe Einsparungen erwartet
Durch diesen Zusammenschluss entstehen laut Ministerium deutliche Synergieeffekte. Transport, Auf- und Abbau sowie die Verwaltung der Absperreinrichtungen werden gemeinsam gestemmt. Den Angaben zufolge sparen die Kommunen durch die Kooperation jährlich rund 45.000 Euro an Personal- und Sachkosten ein. Das entspricht einer Ersparnis von gut 57 Prozent im Vergleich zum Alleingang jeder einzelnen Stadt.
Sicherheit für die Region
Innenminister Poseck lobte das Vorgehen ausdrücklich. Feste und Märkte seien unverzichtbar für das gesellschaftliche Leben, müssten aber auch unter veränderten Sicherheitsbedingungen stattfinden können, so der Minister. Die vier Kommunen leisten laut Poseck mit ihrer Zusammenarbeit einen Beitrag zur Sicherheit in der gesamten Region.
Millionen für den Schutz
Das Geld stammt aus dem Sofortprogramm „Sicherheit bei Veranstaltungen“. Bisher profitieren davon laut Ministerium 39 hessische Kommunen in elf verschiedenen Zusammenschlüssen. Auch für das Jahr 2026 stellt das Land wieder bis zu 1,5 Millionen Euro bereit, um interkommunale Sicherheitskonzepte zu fördern. Voraussetzung ist, dass die beteiligten Orte durch die Zusammenarbeit mindestens 15 Prozent der Kosten einsparen.