Das ist das Ergebnis - Fledermaus-Zählung im Kreis Fulda
Gute Nachrichten für Naturschützer im Landkreis Fulda: Bei der jährlichen Zählung wurden mehr als 500 Fledermäuse in ihren Winterquartieren entdeckt. Besonders eine Art breitet sich den Angaben zufolge stark aus, doch für andere Tiere gibt es Grund zur Sorge.
Seit mittlerweile 25 Jahren überprüfen Freiwillige systematisch alte Stollen, Felsenkeller, Bunker und Tunnel in der Region. Laut der Arbeitsgemeinschaft für Fledermausschutz Fulda dienen 45 solcher versteckten Orte den Tieren als sicherer Schlafplatz für die kalte Jahreszeit.
Beliebte Tunnel im Landkreis
Die größten Schlafgemeinschaften fanden die Zähler laut der Arbeitsgemeinschaft im Milseburgtunnel mit 98 Tieren und im Waidestunnel im Fuldaer Schlossgarten mit 76 Fledermäusen. Insgesamt nutzen demnach 12 der 18 heimischen Fledermausarten die unterirdischen Verstecke der Region.
Mopsfledermaus im Aufwind
Einen regelrechten Boom erlebt dabei die sogenannte Mopsfledermaus. Mit 137 erfassten Tieren macht sie inzwischen fast 28 Prozent der Überwinterer aus. Sie hat sich laut den Naturschützern fest etabliert. Experten gehen davon aus, dass diese Art stark von abgestorbenen Fichten profitiert, die ihr in den Sommermonaten mehr Nahrung und neue Quartiere bieten.
Sorgen um andere Arten
Für viele weitere Fledermausarten sieht die Bilanz jedoch weniger erfreulich aus. Laut dem Fledermaus-Experten Stefan Zaenker geraten Tiere wie das Graue Langohr, die Wasserfledermaus oder die Zwergfledermaus zunehmend unter Druck. Schuld daran seien vor allem menschliche Eingriffe.
Verlust von Lebensraum
So verlieren die geschützten Fledermäuse laut den Experten oft ihre angestammten Unterschlüpfe an Wohnhäusern, wenn diese energetisch saniert werden. Auch die intensivere Landwirtschaft und neue Windkraftanlagen in Wäldern machen den kleinen Säugetieren den Angaben zufolge schwer zu schaffen und bedrohen ihre Bestände.
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