Nerviger Ton von Hünfeld - FFH sucht die Ursache - Experten helfen!
Der fiese Ton von Hünfeld: Seit Monaten nervt das hohe Piepen die Anwohner. Vor zwei Wochen haben wir darüber berichtet. Aber HIT RADIO FFH berichtet nicht nur über Probleme - wir versuchen auch, sie zu lösen.
Das Geräusch kommt im Schnitt alle 20 bis 30 Minuten und hält für 10 bis 15 Sekunden an. Es klingt wie ein Tinnitus, nur etwas tiefer. Das Problem: Es lässt sich nicht orten. Man kann nicht sagen, aus welcher Richtung es kommt.
Suche und Recherche
Mit einem Bericht über den Problem-Ton geben wir uns aber nicht zufrieden. Nach dem Interview mit Anwohner Uli Ebert Anfang April ging die Arbeit erst richtig los. Mehrfach waren wir vor Ort, um die Quelle einzugrenzen, wir haben mit Anwohnern gesprochen, mit Jugendlichen, die sich in dem Bereich abends oft aufhalten, mit Geschäftsbetreibern und Kneipiers. Im Internet haben wir nach ähnlichen Phänomenen anderswo in der Republik gesucht - und gefunden: Im bayrischen Moosburg beispielsweise gab es einen Ton, der sehr nach “unserem” klingt - oder besser gesagt: klang. Der Artikel war von 2020. Dort hat das Geräusch während der Recherchen plötzlich aufgehört, berichtet der damals zuständige Redakteur Armin Forster im Gespräch mit HIT RADIO FFH. Die Quelle wurde nie ausfindig gemacht. Verdammt.
Experten mit Spezialgeräten
Wer kann helfen - haben wir uns gefragt und einen Experten ausfindig gemacht. Ein Ingenieur, zu dessen Fachgebieten das Thema Akustik gehört. Und groß war die Freude, als er sich sofort bereit erklärte, zu helfen. Bei einem gemeinsamen Abendtermin vor Ort hat er mit einem Schalldruckmessgerät die Frequenz und die Lautstärke gemessen. Damit war die Quelle zwar immer noch nicht zu orten, aber die Arbeit war wichtig für den nächsten Schritt. Denn er hatte seine frühere Professorin angesprochen und auch sie war noch am selben Tag bereit: Ich helfe! Sie wird nun mit einer speziellen Akustik-Kamera nach Hünfeld kommen, um die Quelle zu orten. Das Gerät ist dazu in der Lage, Geräuschquellen sichtbar zu machen, ähnlich wie eine Wärmebildkamera. Das ist genau das, was wir brauchen.
Arbeit im Hintergrund
Im Hintergrund ging die Arbeit währenddessen weiter: Eine Whatsapp-Gruppe wurde gegründet, das Geräusch und seine Zeiten dokumentiert und Theorien ausgetauscht. Richtige Detektivarbeit. Unser Experte hat mit den Geodaten der Stadt beispielsweise mögliche Quellen am Rechner simuliert: Von wo bis wo wäre das Geräusch wahrzunehmen, wenn es diese oder eine andere Quelle wäre? Auch das liefert wichtige Anhaltspunkte für den gezielten Einsatz der Akustik-Kamera.
Kommt die Lösung?
Finden wir das Geräusch oder nicht? Noch ist das schwer einzuschätzen, sagt unser Experte. Aber die Hoffnung ist groß. Schließlich wollen wir, dass jeder ungestört HIT RADIO FFH hören kann - auch die Menschen in Hünfeld.
FFH bei WhatsApp:
News und Infos direkt auf euer Smartphone. Hier dem FFH-Channel folgen.