Warnung vor dubiosen Pelz-Ankäufern: Was sie wirklich wollen
Was sie wirklich wollen - Warnung vor dubiosen Pelz-Ankäufern
Sie werben mit Flyern oder Zeitungs-Annoncen dafür, dass sie Pelze ankaufen - haben es in Wirklichkeit aber auf etwas ganz anderes abgesehen. Vor der Masche dieser Betrüger warnt aktuell der Vogelsbergkreis.
Die Händler mieten laut Kreisverwaltung kurzfristig Ladenlokale an und werben großflächig mit Flyern für den Ankauf von Pelzen, Lederjacken oder Antiquitäten. Von Schmuck oder Edelmetallen ist bei der Werbung zunächst keine Rede. Aber genau darauf haben es die Akteure abgesehen, warnt die Kreisverwaltung.
Erst in Gesprächen kommt Gold und Silber ins Spiel
Das Thema Gold und Silber komme den Angaben zufolge erst in den persönlichen Anbahnungsgesprächen auf. Oft werde der Verkauf von Edelmetallen sogar als Bedingung genannt, um die alten Pelze oder Teppiche überhaupt anzunehmen. Mit dieser Strategie versuchen die Gewerbetreibenden laut Behörde ganz gezielt, eine offizielle Zuverlässigkeitsprüfung zu umgehen. Oft sind ältere Menschen die Opfer.
Bewertung am Küchentisch
Eine weitere Masche sind laut Kreisverwaltung Infostände in den Eingangsbereichen von Supermärkten. Dort bieten die Händler an, Wertgegenstände nach dem Vorbild von bekannten TV-Shows zu bewerten. Die Begutachtung finde dann aber ganz gezielt bei den Kunden zu Hause statt.
Viel zu niedrige Angebote
Der Landrat des Vogelsbergkreises, Jens Mischak, warnt genau vor dieser Situation. In den eigenen vier Wänden bestünden erhebliche Überrumpelungsgefahren. Die Ankäufer zahlten meist viel zu niedrige Preise für Gold und Silber, und die Kunden hätten so keine Chance, ein zweites Angebot einzuholen oder polizeiliche Kontrollen zu nutzen.
Ausweis zeigen lassen
Wer bereits Kontakt zu solchen Ankäufern hat, sollte diesen keinen Schmuck zur Ansicht mitgeben. Die Kreisverwaltung rät, stets auf eine sofortige Barzahlung zu bestehen, sich den Ausweis der Käufer zeigen zu lassen und eine Quittung mit Namen und Adresse zu verlangen.
Bei Zweifeln bei Landkreis oder Polizei melden
Wer Zweifel an der Seriosität der Händler hat, soll sich an die Gewerbeabteilung des Vogelsbergkreises oder direkt an die Polizei unter 0661 / 1050 wenden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, beim Verkauf von Edelmetallen immer mehrere Angebote einzuholen.