Landkreis Fulda - "Zackenschötchen" eindämmen
Hübsch, leuchtend gelb und ungiftig, aber schlecht für heimische Arten: Das "Orientalische Zackenschötchen" breitet sich auch im Landkreis Fulda aus. Der Haken: Die Pflanze könnte heimische Pflanzenarten verdrängen, schreibt die Kreisverwaltung in einer MItteilung.
Das Zackenschötchen breitet sich vor allem an Straßen, Feldrändern und auf landwirtschaftlichen Flächen aus. Dort könnte es die Heuproduktion beeinträchtigen. Seine kräftigen Stängel trocknen langsamer als Futtergräser, was das Risiko von Schimmel erhöht. Die Pflanze bildet jährlich bis zu 5.000 Samen, die sich leicht verbreiten.
Bekämpfungsmaßnahmen empfohlen
Der Fachdienst Natur und Landschaft des Landkreises empfiehlt, die Pflanze bei geringem Vorkommen mitsamt der Wurzel auszustechen. Bei starkem Befall soll sie dreimal jährlich vor der Samenbildung gemäht werden. Auch eine Beweidung mit Tieren wie Eseln oder Schafen auf weitläufigen Flächen könne helfen.
Fachgerechte Entsorgung notwendig
Blattrosetten und blühende Pflanzen ließen sich problemlos kompostieren, heißt es weiter. Doch sobald Samen oder Wurzelteile vorhanden sind, sollte eine Entsorgung über den Restmüll oder eine Verbrennungsanlage erfolgen.
Beteiligung der Bevölkerung gefragt
Der Fachdienst ruft die Bevölkerung, Kommunen und landwirtschaftliche Betriebe auf, aktiv zu werden. Durch gezielte Maßnahmen auf eigenen Flächen könne jeder zur Eindämmung des Zackenschötchens beitragen: “Um die weitere Ausbreitung des Orientalischen Zackenschötchens einzudämmen, kommt es auf das Engagement aller an. Ob aus der Bevölkerung, den Kommunen, Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben oder vonseiten des Naturschutzes – alle können durch gezielte Maßnahmen auf den eigenen Flächen einen wichtigen Beitrag leisten”, heißt es in der Pressemitteilung.