Vogelsbergkreis und RhönEnergie - Trockenheit sorgt für Probleme
Anhaltende Temperaturen von weit mehr als 30 Grad, kaum noch Regen: Wie bereits in den vergangenen Jahren gilt im Vogelsbergkreis jetzt wieder ein Wasserentnahmeverbot für Seen, Flüsse und Bäche.
Die Niederschläge fehlen und die Wasserstände sind nicht auf dem Niveau, auf dem sie sein sollten, deshalb verbietet der Vogelsbergkreis ab sofort die Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen und Seen. „Es hat zwar geregnet, aber die Niederschlagsmenge reicht nicht aus, sodass wir derzeit niedrige Wasserstände in unseren Gewässern haben, eine Änderung der Situation ist im Moment nicht in Sicht“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Patrick Krug. „Gerade die Oberläufe unserer Bäche führen viel zu wenig Wasser und eine Änderung der Situation ist nicht in Sicht. Somit müssen wir – wie schon in den Vorjahren - ein Entnahmeverbot aussprechen, um unsere Gewässer zu schützen“, so Krug weiter.
Bußgeld bei Verstößen
Unter das Verbot fallen beispielsweise die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern von Privatpersonen zur Gartenbewässerung oder etwa die Bewässerung von Wiesen und Feldern. Gemäß Wassergesetz und Allgemeinverfügung stellen Zuwiderhandlungen Ordnungswidrigkeiten dar und können mit einem Bußgeld geahndet werden, teilt die Untere Wasserbehörde mit.
RhönEnergie: Rekordverbrauch bei Trinkwasser
Seit Beginn der heißen Witterungsphase Ende vergangener Woche liefert die RhönEnergie Gruppe Rekordmengen an Trinkwasser an Haushalte und Unternehmen. Das Unternehmen ruft deshalb jetzt zum sparsamen Umgang mit Wasser auf: „Aufgrund der anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius und der aktuellen Wetterprognosen bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, bereits jetzt bewusst und sparsam mit Wasser umzugehen. Die anhaltende Trockenheit und die hohe Belastung der Wasserversorgung können die verfügbaren Ressourcen in den kommenden Tagen und Wochen zunehmend beanspruchen. Durch freiwilliges Wassersparen kann jede und jeder dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu erhalten und mögliche Einschränkungen zu vermeiden."
Wasser sparen
Die RhönEnergie appelliert:
- die Gartenbewässerung auf das notwendige Maß zu beschränken und nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu gießen,
- Rasenflächen möglichst nicht zu sprengen,
- Pools nur bei Bedarf zu befüllen,
- kurz zu duschen statt zu baden,
- Wasser beim Zähneputzen oder Einseifen abzustellen,
- Freibäder statt privater Pools zu nutzen,
- Wasser im Haushalt insgesamt sparsam zu verwenden und Regenwasser zu nutzen, wo dies möglich ist.