Tipps von Tierärztin - Das hilft euren Haustieren bei Hitze
Die Hitzewelle macht auch Tieren zu schaffen - und kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden. Tierärztin Gundula Schröder von der Praxis „Hünfelder Land" gibt Tipps, wie Tierhalter ihre Vierbeiner schützen können.
Tiere, die dauerhaft zu hohen Temperaturen ausgesetzt sind, leiden, erklärt Tierärztin Gundula Schröder. Ihr Rat: Für Schatten sorgen, Ventilatoren aufstellen und nachts lüften. Wer merkt, dass beispielsweise sein Hund ständig hechelt, kann mit kalten Wickeln an den Pfoten oder einer mit kühlem Futter bestrichenen Schleckmatte gezielt für Abkühlung sorgen.
Gassi-Gehen: Pfoten weg vom heißen Asphalt
Beim Spaziergang lauert eine unterschätzte Gefahr: Sonnenbeschienener Asphalt kann sich auf über 50 Grad aufheizen - für Menschen mit Schuhen kaum spürbar, für Hunde aber eine Qual. Schröder empfiehlt daher, möglichst auf Grünflächen und im Schatten zu laufen und heiße Asphaltstrecken konsequent zu meiden. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, und doch passiert es immer wieder: Tiere an Sommertagen nicht im Auto zurücklassen, auch nicht “mal kurz”. Zu schnell komme beispielsweise bei einem Einkauf im Supermarkt etwas dazwischen oder es wartet eine lange Schlange an der Kasse.
Katzen und Sonnenschutz
Auch Tiere können Sonnenbrand bekommen! Freigänger suchen sich schattige Plätze meist selbst. Weniger bekannt ist aber: Katzen mit viel weißem Fell, besonders an den Ohren, sind sonnenbrandgefährdet - hier gibt es spezielle Schutzcremes, rät Schröder. Auch Hunde mit sehr kurzem Fell oder kahlen Stellen sollten eingecremt werden.
Vorsorge zahlt sich aus
Tierärztin Gundula Schröder hat noch einen grundsätzlichen Tipp: Tiere regelmäßig vorsorglich untersuchen lassen - nicht erst, wenn Symptome auftreten. Ein geriatrischer Check-up kann Schwachstellen früh aufdecken, sodass Tiere mit Medikamenten oder Spezialfutter besser auf Extremsituationen wie Hitzewellen vorbereitet sind.