Großbrand in Lauterbacher Innenstadt - Fünf Häuser betroffen
Erst nach 24 Stunden gelöscht - Spendenkonto nach Großbrand in Lauterbach
Nach rund 24 Stunden war der Brand in Lauterbach endlich gelöscht: Am Donnerstagabend gegen 18 Uhr konnte die Feuerwehr vermelden, dass es keine Glutnester mehr gibt. Das hat die Polizei auf FFH-Nachfrage bekannt gegeben.
Fünf Häuser wurden durch das Feuer beschädigt - zwei davon standen in Vollbrand. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mehrere Millionen Euro. Sechs Menschen wurden durch Rauchgas verletzt, darunter zwei Einsatzkräfte.
Häuser teilweise einsturzgefährdet
Das war ein herausfordernder und kräftezehrender Einsatz für Feuerwehr und THW: Immer wieder flackerten Glutnester auf, der Rauch zog nicht richtig ab, die Hitze setzte allen zu. Erst nach rund 24 Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr abgeschlossen. Von den fünf betroffenen Häusern sind einige einsturzgefährdet. Nun muss entschieden werden, ob sie zumindest teilweise abgerissen werden müssen.
Stadt Lauterbach hat Spendenkonto eingerichtet
Etwa 30 Leute haben zumindest vorübergehend ihr Zuhause verloren, einige von ihnen werden wohl nie in ihre Wohnungen zurück können. 20 Personen sind laut Stadtbrandinspektor Jürgen Eifert in der Jugendherberge in Lauterbach untergekommen.
Die Stadt Lauterbach hat für die Bewohner ein Spendenkonto eingerichtet: DE15 5185 0079 0360 2000 86. Die Stadt bittet, unbedingt von Sachspenden abzusehen.
Durch die enge Bebauung breitete sich das Feuer schnell aus
Gegen 17.20 Uhr brach das Feuer am Mittwochabend in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Marktstraße aus. Durch die enge Bebauung stand auch das benachbarte Haus bald in Vollbrand, drei weitere Häuser wurden ebenfalls beschädigt, so die Polizei. Die enge Bebauung machte auch die Löscharbeiten so schwierig: Zwischen der Vorder- und der Rückseite der Häuser gebe es einen Höhenunterschied von 15 Metern, erklärt Eifert. Die genaue Brandursache muss noch ermittelt werden.
Großaufgebot im Einsatz
Zwischenzeitlich waren am Mittwochabend etwa 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, THW, Seelsorgern und Polizei vor Ort. Einen solchen Großeinsatz mitten in der Stadt habe es noch nicht gegeben, sagte der Stadtbrandinspektor.