Schüsse in Gelnhausen - Polizei stoppt Hochzeits-Autokorso
Laute Schüsse aus einem Autokorso haben in Linsengericht und Gelnhausen für reichlich Aufregung gesorgt. Besorgte Zeugen wählten den Notruf, nachdem aus einer Kolonne hochwertiger Autos heraus mehrfach gefeuert worden war. Die Fahrt entpuppte sich schließlich als Teil einer Verlobungsfeier – mit handfesten Konsequenzen für einen 18-Jährigen.
Die Zeugen meldeten laut Polizei zunächst Schussgeräusche aus einem Konvoi im Bereich von Linsengericht-Altenhaßlau. Kurz darauf gingen weitere Anrufe aus der Kernstadt von Gelnhausen ein. Auf dem Parkplatz eines ehemaligen Kaufhauses soll es den Angaben zufolge erneut geknallt haben.
Polizei rückt mit mehreren Streifen an
Die Einsatzkräfte eilten sofort dorthin und trafen auf dem Parkplatz auf sechs Fahrzeuge und rund 25 Personen. Darunter befand sich auch ein weißer BMW, der von Zeugen bereits im Zusammenhang mit den Schüssen genannt worden war. Entlang der Fahrstrecke und auf dem Parkplatz fanden die Beamten laut Polizei zahlreiche Patronenhülsen. Die angetroffene Gruppe erklärte die Situation damit, dass der Korso zu einer Verlobungsfeier gehöre.
Schreckschusswaffe im Fußraum
Im Rahmen der Kontrolle durchsuchten die Beamten sämtliche Personen und Autos. Im Fußraum des weißen BMW entdeckte die Polizei schließlich eine Schreckschusswaffe samt passender Munition. Auf dem Wagen lagen zudem weitere leere Hülsen. Die Beamten stellten die Waffe direkt sicher.
Verfahren gegen jungen Fahrer
Am Steuer des BMW saß ein 18-Jähriger. Er soll laut Polizei auch der Besitzer der Schreckschusswaffe sein. Gegen ihn leiteten die Beamten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Verletzt wurde durch die Aktion niemand. Die Polizei sucht nun nach weiteren Passanten oder Verkehrsteilnehmern, die den Vorfall beobachtet haben oder durch den Korso möglicherweise gefährdet wurden.