Kommunen rufen zum Sparen auf - Wasserverbrauch 40 Prozent höher
Die anhaltende Hitze und der fehlende Regen bringen die Wasserversorgung in der Region Fulda an ihre Grenzen. Weil der Verbrauch aktuell drastisch ansteigt, schlagen die Versorger und Kommunen Alarm. Sie rufen die Bevölkerung eindringlich dazu auf, sofort Wasser zu sparen.
Aktuell fördern die RhönEnergie und die Gemeindewerke nach eigenen Angaben rund 20,5 Millionen Liter Wasser am Tag. Das sind rund 40 Prozent mehr als an einem durchschnittlichen Tag.
Ferienende verschärft die Lage
Zusätzliche Brisanz bekommt die Situation durch das Ende der Sommerferien. Wenn viele Familien aus dem Urlaub zurückkehren und die örtlichen Betriebe ihre Produktion wieder hochfahren, ist mit einem noch höheren Wasserverbrauch zu rechnen.
Brunnenpegel sinken immer weiter
Gleichzeitig führen die natürlichen Quellen laut RhönEnergie durch die Trockenheit deutlich weniger Wasser. Die Pegel in den Tiefbrunnen sinken den Angaben zufolge kontinuierlich. Die Förderanlagen laufen mittlerweile rund um die Uhr, um den enormen Bedarf überhaupt noch decken zu können.
Springbrunnen bleiben aus
Um einen Kollaps der Versorgung abzuwenden, haben die Stadt Fulda sowie die Gemeinden Petersberg, Eichenzell und Ebersburg bereits erste Maßnahmen ergriffen. Sportplätze werden laut den Kommunen kaum noch gewässert und mehrere Springbrunnen wurden komplett abgeschaltet. Die städtischen Bauhöfe nutzen für die Pflanzenpflege nur noch Wasser aus Zisternen. Auch die Feuerwehr verzichtet bei Übungen weitestgehend auf Trinkwasser.
Verzicht auf Pools und Autowäsche
Damit das Wasser in den kommenden Wochen für alle reicht, fordern die Verantwortlichen nun auch die Bürger zum Mitmachen auf. Laut den Kommunen sollte aktuell auf das Autowaschen oder das Befüllen von privaten Pools zwingend verzichtet werden. Zur Einordnung: Ein handelsüblicher Aufstellpool schluckt gut und gerne 6.500 Liter – das entspricht dem 54-fachen Tagesbedarf eines Menschen.
Rasen nicht wässern
Auch im Haus und Garten lässt sich der Verbrauch senken. Die Versorger raten dazu, lieber kurz zu duschen statt ein Vollbad zu nehmen und Waschmaschinen nur voll beladen anzustellen. Rasenflächen müssen demnach gar nicht bewässert werden. Wer seine Beete gießen muss, sollte dies nur früh morgens oder spät abends tun, um eine schnelle Verdunstung in der prallen Sonne zu vermeiden.