Für Dietershan und Bernhards - Auch Fulda verhängt Trinkwasser-Notstand
Nach Petersberg hat nun auch Fulda den Trinkwasser-Notstand verhängt - für zwei Stadtteile, nämlich Dietershan und Bernhards. Wegen extremer Witterung hat die Stadt strenge Einschränkungen für die Nutzung von Leitungswasser verhängt. Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Die Tiefbrunnen für die beiden Stadtteile liegen auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Petersberg, wo der Notstand ebenfalls ausgerufen wurde. Weil dort ein Brunnen ausgefallen ist, sieht die Stadt Fulda laut eigenen Angaben keine andere Möglichkeit, als den Verbrauch drastisch zu regulieren, um die Versorgung sicherzustellen.
Pools bleiben leer
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das weitreichende Verbote im Alltag. Das Befüllen von Schwimmbecken, Planschbecken oder künstlichen Teichen ist laut Stadt komplett untersagt. Auch die private Autowäsche vor der Haustür ist ab sofort tabu. Ebenso dürfen Zisternen nicht mehr mit Trinkwasser aufgefüllt werden.
Strenge Regeln für den Garten
Wer seinen Rasen oder Ziergarten bewässern möchte, muss sich ebenfalls stark einschränken. Gießen ist nur als sogenannte Abwehrbewässerung erlaubt, um Pflanzen vor dem kompletten Vertrocknen zu retten, heißt es aus dem Rathaus. Das darf den Angaben zufolge jedoch höchstens zweimal pro Woche passieren und niemals in der heißen Phase zwischen 10 und 20 Uhr.
Sportplätze und Landwirtschaft
Auch Sportvereine und landwirtschaftliche Betriebe müssen sich umstellen. Die Beregnung von Feldern oder das Befeuchten von Sportanlagen ist tagsüber verboten. Lediglich Kunstrasen- oder Tennisplätze dürfen laut Verordnung stündlich für maximal fünf Minuten kurz abgespritzt werden, um sie nutzbar zu halten.
Hohe Bußgelder drohen
Wer sich nicht an die Vorgaben hält, riskiert ein tiefes Loch in der Haushaltskasse. Zuwiderhandlungen können laut Stadt mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Der Versorger RhönEnergie unterstützt die Maßnahmen und bittet alle Betroffenen eindringlich, äußerst sparsam mit der knappen Ressource Trinkwasser umzugehen.
Restliches Stadtgebiet nicht betroffen
Für alle anderen Bewohner von Fulda gibt es vorerst Entwarnung. Der Wasserversorgungsnotstand gilt ausschließlich für Dietershan und Bernhards, da diese am Petersberger Netz hängen. Im restlichen Stadtgebiet fließt das Wasser weiterhin ohne Einschränkungen.