Bußgeld fürs Pool befüllen - Petersberg ruft Trinkwassernotstand aus
In der Gemeinde Petersberg wird das Wasser knapp: Wegen der anhaltenden Trockenheit wurde der Trinkwassernotstand ausgerufen. Für Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe und Vereine bedeutet das drastische Einschränkungen beim Wasserverbrauch.
Die Hochbehälter der Gemeinde sind durch das Extremwetter an ihre Grenzen gekommen, berichtet die Gemeinde. Die Pumpen in den Wasserwerken laufen wegen der hohen Temperaturen den Angaben zufolge seit Wochen auf Hochbetrieb.
Verbrauch übersteigt Fördermenge
Weil nennenswerter Regen ausbleibt, verbrauchen die Menschen in Petersberg derzeit mehr Wasser, als gefördert werden kann. Bisher konnte die Gemeinde die Spitzen abfangen, indem sie Wasser von anderen Versorgern hinzukaufte.
Löschwasser für Feuerwehr könnte fehlen
Doch weil auch andere Kommunen mit der Trockenheit kämpfen, ist das laut Bürgermeisterin Claudia Brandes nicht mehr dauerhaft möglich. Wenn nicht gehandelt werde, könnte im Ernstfall sogar das Löschwasser für die Feuerwehr fehlen, heißt es von der Gemeinde.
Trockene Rasen und leere Pools
Um den Verbrauch zu senken, gelten nun strenge Verbote. Rasen darf gar nicht mehr bewässert werden, auch das Befüllen von Pools oder das Autowaschen ist mit Leitungswasser untersagt.
Garten nur noch zwischen 8 und 20 Uhr bewässern
Blumen und Pflanzen im heimischen Garten dürfen zudem nur noch außerhalb der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr gegossen werden. Wer eine eigene, gefüllte Regenwasser-Zisterne hat, darf diese laut Brandes aber weiterhin nutzen.
Auswirkungen auf Sport und Spiel
Auch öffentliche Flächen sind von der Verfügung betroffen. Die gemeindlichen Grünanlagen und die meisten Fußballplätze werden nicht mehr bewässert.
Freibad Waidesgrund darf noch öffnen
Während der Wasserspielplatz in Margretenhaun komplett geschlossen wird, kann das Freibad Waidesgrund vorerst noch geöffnet bleiben. Die Gemeinde behält sich hier aber vor, bei einer Verschlimmerung der Lage ebenfalls den Hahn zuzudrehen.
Kontrollen durch das Ordnungsamt
Der Notstand gilt bis auf Weiteres für die Ortsteile Petersberg, Steinau mit Götzenhof, Marbach, Steinhaus und Haundorf. Margretenhaun ist ausgenommen, da dort ein anderer Wasserversorger zuständig ist.
Geldbuße bis 5.000 Euro
Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit Konsequenzen rechnen. Das Ordnungsamt kündigt regelmäßige Kontrollen an, zudem wachen die Gemeindewerke über auffällige Wasserverbräuche. Zuwiderhandlungen können den Angaben zufolge als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro bestraft werden.