Fiese Masche in Bad Königshofen - Falsche Handwerker zocken Hausbesitzer ab
Ein vermeintliches Schnäppchen für neue Regenrinnen ist für einen Hausbesitzer in Bad Königshofen teuer geworden. Angebliche Handwerker verlangten nach getaner Arbeit plötzlich ein Vielfaches des zuvor vereinbarten Preises und drängten zur sofortigen Zahlung. Die Polizei sucht nun nach den Unbekannten und warnt vor der dreisten Masche.
Die unbekannte Gruppe sprach den Mann laut Polizei direkt an seinem Haus im Saalweg an. Die Männer boten ihm an, seine Regenrinnen unkompliziert und zu einem überschaubaren Preis zu erneuern. Der Hausbesitzer willigte ein und die Truppe machte sich an die Arbeit.
Achtfacher Preis gefordert
Nach Fertigstellung der Arbeiten kam dann das böse Erwachen: Der Chef der Truppe soll plötzlich das Achtfache des ursprünglich vereinbarten Betrages gefordert haben. Die offensichtlich unseriösen Handwerker drängten den Angaben zufolge massiv auf eine sofortige Zahlung.
Einer der Männer begleitete den Geschädigten sogar bis zur Bank, um das Geld direkt in Empfang zu nehmen. Dort konnte der Mann allerdings nur 1.000 Euro abheben und übergab diese Summe, die nur einen Bruchteil der Gesamtforderung abdeckte.
Flucht im weißen Sprinter
Als die Täter den Hauseigentümer anschließend noch nach weiteren Wertgegenständen ausfragten, drohte dieser damit, die Polizei zu rufen. Daraufhin seien der Chef und seine Mitarbeiter geflüchtet. Laut Ermittlern waren die fünf gesuchten Männer in einem weißen Mercedes Sprinter mit Münchner Kennzeichen unterwegs. Die Beamten haben ein Strafverfahren eingeleitet und bitten Zeugen, sich zu melden.
Polizei rät zur Vorsicht
Die Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, um vor solchen Haustürgeschäften zu warnen. Oftmals würden Anwohner regelrecht überrumpelt und die teuer bezahlten Arbeiten am Ende nur mangelhaft ausgeführt. Das Ziel der Täter: mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Geld zu kassieren. Die Beamten raten dazu, sich niemals von aufdringlichen Werbern unter Druck setzen zu lassen.
Wer Handwerkerarbeiten vergeben möchte, sollte immer vorab einen detaillierten Kostenvoranschlag verlangen. Wird dieser verweigert, rät die Polizei dazu, das Angebot abzulehnen und im Zweifelsfall sofort den Notruf zu wählen.