Erfolg in Hünfeld - Intensivschwimmkurs für Kinder
Schwimmen rettet Leben, doch nicht jedes Kind fühlt sich im Wasser sicher. In Hünfeld haben nun 50 Schülerinnen und Schüler bei einem Kompaktkurs im städtischen Hallenbad die Grundlagen gelernt. Am Ende des Pilotprojekts konnten die meisten ihre Angst vor dem kühlen Nass überwinden.
Für den Kurs öffnete das Schwimmbad laut Stadtverwaltung eigens vor dem offiziellen Start der Hallensaison. Fünf örtliche Schulen hatten im Vorfeld gezielt Kinder ausgewählt, die noch nicht sicher schwimmen konnten.
Angst vor dem Wasser verlieren
Eine große Hürde sei für viele Kinder zunächst die bloße Angst vor dem Wasser, erklärt Sportlehrer Thomas Weisheit von der Jahnschule. Diese hätten die meisten in den fünf Tagen ablegen können. Eine achtjährige Teilnehmerin zog den Angaben zufolge am Ende des Kurses bereits stolz ihre ersten Bahnen durch das Nichtschwimmerbecken – mit spürbar viel Spaß.
Unterstützung von DLRG und Vereinen
An fünf Tagen übten die Kinder jeweils gut eineinhalb Stunden die Basics im Becken. Dabei wurden sie nicht nur von Lehrkräften begleitet. Auch Mitglieder des örtlichen DLRG und des Schwimmsportvereins Hünfeld packten laut Verwaltung bei dem Crashkurs tatkräftig mit an. Finanziert wurde die gesamte Aktion durch eine private Spende.
Bessere Basis für den Schulunterricht
Zwar hielten am Ende nicht alle Kinder direkt das begehrte Seepferdchen-Abzeichen in den Händen. Dennoch haben alle Teilnehmer laut Weisheit deutliche Fortschritte gemacht. So können sie nun viel besser an den regulären Schwimmunterricht in ihren jeweiligen Schulen anknüpfen.
Zahl der Nichtschwimmer senken
Für Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok ist die Aktion ein echtes Herzensprojekt. Es sei enorm wichtig, dass Kinder spätestens zu Beginn der weiterführenden Schule schwimmen können, sagt er. Da nicht jedes Kind im Kindergartenalter einen Kurs besuchen könne, soll mit dem Pilotprojekt die Zahl der Nichtschwimmer in der Region nun aktiv gesenkt werden.