Job-Markt entspannt sich - Hier finden vor allem Junge Arbeit
Der Arbeitsmarkt in Osthessen zeigt nach der Sommerpause eine leichte Entspannung, doch die wirtschaftliche Flaute macht sich im Jahresvergleich bemerkbar.
Während junge Menschen aktuell oft schnell einen Job finden, trifft die Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsbergkreis vor allem Ältere. Dennoch suchen die Unternehmen vor Ort weiterhin händeringend nach Fachkräften.
Leichter Rückgang im Kreis Fulda
Im Landkreis Fulda ist die Zahl der Arbeitslosen laut Arbeitsagentur zuletzt auf 5.120 gesunken. Das entspricht einer Quote von 3,9 Prozent. Im August lag sie bei 4,1 Prozent. Den Angaben zufolge profitierten vor allem junge Menschen vom Ende der Sommerferien, da sie nach ihrer betrieblichen Ausbildung nun rasch eine Anschlusstätigkeit fanden.
Ältere haben es schwerer
Besonders Menschen über 50 Jahren haben es derzeit schwerer, wieder eine Stelle zu finden, heißt es von der Behörde. Trotz der laut Agentur-Geschäftsführer Karsten Hesse "geschwächten Konjunktur" bleiben die Perspektiven bestehen: Aktuell sind 1.565 offene Stellen gemeldet.
Mehr freie Stellen in Hersfeld-Rotenburg
Ein ähnliches Bild zeichnet sich im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ab. Hier ging die Arbeitslosigkeit leicht auf 3.092 Personen zurück, was einer Quote von 4,7 Prozent entspricht. Im August waren es 4,8 Prozent. Auch hier sind ältere Arbeitnehmer im Jahresvergleich stärker betroffen. Auffällig ist jedoch der wachsende Bedarf an Mitarbeitern: Unternehmen meldeten 1.031 freie Stellen, gut 26 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr.
Entspannung im Vogelsbergkreis
Auch der Vogelsbergkreis verzeichnet insgesamt sinkende Zahlen. Laut Agentur für Arbeit waren zuletzt 2.495 Menschen ohne Job, die Arbeitslosenquote sank damit auf 4,3 Prozent (Vormonat: 4,5 Prozent). Verglichen mit dem Vorjahr sind es allerdings auch hier leicht mehr Betroffene, die auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung sind.
Weiterbildung als Schlüssel
Um die Lücke zwischen Arbeitslosen und den unbesetzten Stellen in der Region zu schließen, setzt die Arbeitsagentur verstärkt auf Qualifizierung. Es gelte, ungelernte und angelernte Personen gezielt für den Arbeitsmarkt fit zu machen, so die Behörde. Gefördert werden den Angaben zufolge dabei nicht nur Menschen ohne Job, sondern auch Angestellte, die sich beruflich weiterbilden möchten.