Weniger Stellen, mehr Arbeitslose - Arbeitsmarkt im Oktober
Arbeitsmarkt im Oktober - Darum haben Hessen es auf Jobsuche schwer
Der Arbeitsmarkt in Hessen kommt aktuell nicht in Schwung. Die erhoffte Herbstbelebung bleibt aus, stattdessen ist die Zahl der neu gemeldeten Stellen drastisch eingebrochen. Die Arbeitslosenquote verharrt landesweit bei 5,9 Prozent.
Im Oktober waren in Hessen knapp 210.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Das ist zwar ein minimaler Rückgang im Vergleich zum Vormonat, doch bereinigt man die Zahlen um saisonale Effekte, stieg die Arbeitslosigkeit laut der Bundesagentur für Arbeit sogar leicht an.
Weniger offene Stellen denn je
Besonders deutlich zeigt sich die Zurückhaltung der Wirtschaft bei den neuen Jobangeboten. Hessische Betriebe meldeten den Agenturen für Arbeit fast 21 Prozent weniger neue Stellen als im Vormonat. Noch nie wurden laut hessischer Arbeitsagentur in einem Oktober so wenige freie Arbeitsplätze gemeldet.
Unternehmen halten sich zurück
Zwar gewinne die Konjunktur langsam wieder an Fahrt, doch viele Firmen schieben geplante Vorhaben nach wie vor auf, heißt es von der Arbeitsagentur. Die Folge: Es wird zu wenig investiert und folglich auch weniger neues Personal eingestellt.
Pflegekräfte weiter gesucht
Es gibt jedoch große Unterschiede in den einzelnen Branchen. Während das produzierende Gewerbe unverändert Stellen abbaut, sucht das Gesundheits- und Pflegewesen weiterhin händeringend nach Fachkräften. Auch in der Zeitarbeit zeigt sich laut den Experten wieder ein leicht positiver Trend.
Fulda mit niedrigster Quote
Regional bleibt das Bild in Hessen gespalten. Die niedrigste Arbeitslosenquote verzeichnet laut den aktuellen Daten unverändert Fulda mit 4,0 Prozent. Am anderen Ende der Statistik steht Hanau: Hier liegt die Quote bei 10,2 Prozent.
Lehrstellen werden knapp
Auch für Schulabgänger ist die Lage angespannter geworden. Die Zahl der Jugendlichen, die in Hessen einen Ausbildungsplatz suchen, ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gleichzeitig ging das Angebot an freien Lehrstellen um über zehn Prozent zurück.