Helfer wird an Hals verletzt - Messerangriff am Heidelberger Bahnhof
Nach einem Messerangriff am Heidelberger Hauptbahnhof sitzt ein 28-Jähriger in Untersuchungshaft. Er soll bei einem Streit einen unbeteiligten Helfer mit einem Stich in den Hals schwer verletzt haben. Zuvor war der Mann offenbar in einem Linienbus ausgerastet.
Der 28-Jährige soll am Bussteig am Willy-Brand-Platz beim Einsteigen in einen Bus eine 25-jährige Frau geschubst haben. Laut Polizei entwickelte sich daraufhin ein heftiger Streit, bei dem der Mann die Frau beleidigt und angespuckt haben soll.
Frau ruft nach der Polizei
Eine 27-Jährige bekam die Situation den Angaben zufolge mit und rief lautstark nach der Polizei. Daraufhin sei der 28-Jährige aus dem Fahrzeug geflüchtet. Die 27-Jährige soll jedoch die Verfolgung aufgenommen haben, woraufhin der Tatverdächtige versucht habe, sie anzugreifen.
Helfer stellt sich dazwischen
Auf dieses aggressive Auftreten wurde ein 49-jähriger Mann aufmerksam. Er stellte sich laut Ermittlern schützend zwischen den Angreifer und die Frau. Der 28-Jährige soll dann unvermittelt ein Messer aus seiner Jackentasche gezogen haben. Er fügte dem Helfer mit einer schnellen Bewegung einen Stich in den Hals zu und schlug ihm zusätzlich ins Gesicht. Anschließend flüchtete der Täter zu Fuß in Richtung Kurfürsten-Anlage.
Täter durch Kameras identifiziert
Der 49-Jährige wurde durch den Messerangriff schwer verletzt und musste in einem nahegelegenen Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Durch die umfassende Auswertung von Videoüberwachungsbildern konnte die Kriminalpolizei den Verdächtigen kurz darauf identifizieren. Gegen den Mann wurde mittlerweile ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen.