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Zeugen gesucht: Angriff auf Rettungskräfte in Frankfurt

Silvester-Randale in Frankfurt - Polizei sucht Rettungswagen-Angreifer

Silvester - Frankfurt
© Helmut Fricke/dpa

In der Frankfurter Innenstadt wurden an Silvester Rettungskräfte angegriffen. (Archivbild)

Ein Krankenwagen ist an Silvester auf dem Weg zu einem Einsatz. Eine Gruppe hält den Wagen auf, beschädigt das Fahrzeug und verletzt einen Mitarbeiter. Nun sucht die Polizei Zeugen.

Nach dem Angriff auf einen Rettungswagen in der Silvesternacht in Frankfurt bittet die Polizei jetzt die Bevölkerung um Hilfe. Bei dem Angriff war ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) verletzt worden. 

Gewaltsam Zutritt verschafft

Nach Angaben der Feuerwehr war der Rettungswagen kurz nach Mitternacht mit Blaulicht unterwegs zu einem Einsatz, als eine Gruppe in der Nähe des Eisernen Stegs das Fahrzeug am Weiterfahren hinderte. Die Männer wollten erzwingen, dass eine verletzte Frau zuerst behandelt wird, und verschafften sich gewaltsamen Zugang zum Behandlungsraum des Fahrzeugs.

Schläge und Tritte

Dabei beschädigten die Angreifer laut Feuerwehr das Fahrzeug durch Schläge und Tritte, rissen Spiegel und Nummernschild ab. "Nachdem der Rettungssanitäter aus dem Fahrzeug ausgestiegen war, um zum Behandlungsraum des Fahrzeugs zu gelangen, wurde er durch einen Tritt in den Rücken verletzt, gegen das Fahrzeug gestoßen, am Kopf verletzt und fiel zu Boden", schilderte die Feuerwehr den Hergang Ende vergangener Woche.

Polizei geht von drei Tätern aus

Die Polizei geht inzwischen von drei Tätern aus. Nachdem sie in den Wagen eingedrungen waren, legten sie den Angaben zufolge die bewusstlose Frau auf der Behandlungsliege ab. Die Rettungskräfte fuhren die verletzte Frau laut Feuerwehr letztlich mit dem beschädigten Fahrzeug ins Krankenhaus - und wurden dabei mit Pyrotechnik beschossen. 

Deutliche Worte vom Oberbürgermeister

Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) verurteilte die Gewalt aufs Schärfste. "Wer Einsatzkräfte angreift, greift unsere Solidargemeinschaft an. Ich hoffe, die Polizei kann die Täter ausfindig machen. Ein solches Verhalten muss mit klaren Konsequenzen geahndet werden", sagte Josef Ende vergangener Woche.

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