Spezialkräfte stoppen Terrorverdächtige aus Nordhessen
Ausreise an Flughäfen gestoppt - Zwei Nordhessen unter Terrorverdacht
Sie sollen einen Terroranschlag vorbereitet haben – Spezialkräfte haben deshalb zwei Männer aus Nordhessen festgenommen. Sie wollten gerade nach Syrien fliegen, teilten LKA und Staatsanwaltschaft Frankfurt mit – um sich dort für Kampfhandlungen ausbilden zu lassen.
Die Spezialkräfte schlugen an den Flughäfen Hannover und Stuttgart zu und verhinderten die Ausreise der Männer.
Männer sitzen in Frankfurt in U-Haft
Bei den Männern handele es sich um einen 27- und einen 18-Jährigen, so die Staatsanwaltschaft. Beide seien deutsche Staatsangehörige "mit Bezügen in die islamistische Szene". Beide sitzen nun in Frankfurt am Main in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt mitteilten.
Armbrust bei Wohnungsdurchsuchung in Kassel gefunden
Bei Durchsuchungen der Wohnungen der beiden in Kassel und im Landkreis Kassel fanden die Ermittler unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen und Broschüren mit Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS). "Eine konkrete Gefährdung für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt", sagte Sprecher Dominik Mies.
Ermittlungen auch in NRW
An dem Ermittlungsverfahren waren neben hessischen Behörden auch die Bundespolizei und Ermittler aus Nordrhein-Westfalen beteiligt. Dabei habe sich der Verdacht konkretisiert, dass sich die beiden in Syrien für Kampfhandlungen im Ausland ausbilden lassen wollten, so die Staatsanwaltschaft.