Grippewelle in Hessen: So ist die Lage in den Kliniken
Grippewelle in Hessen - So ist die Lage in den Kliniken
Die Grippewelle hat Hessen fest im Griff. Das spüren auch die Notaufnahmen im Land. Das zeigt eine FFH-Stichprobe.
So berichten etwa das St. Josefs-Hospital in Wiesbaden und das Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda von einer wachsenden Zahl an Menschen, die seit Jahresbeginn mit grippeähnlichen Symptomen die Notaufnahmen ansteuern.
Hospital Fritzlar: “Patienten gut behandelbar”
Von einem erhöhten Aufkommen an stationären Influenza-Patienten berichtet das Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar. Die Zahl sei jetzt bereits höher als letztes Jahr um diese Zeit, erzählt Pressesprecherin Julia Gäck. „Die Patienten sind aber gut behandelbar, und wir haben darunter bisher auch keine intensivpflichtigen Patienten.“
Isolationsweg hat sich seit Corona bewährt
Kommt jemand mit grippeähnlichen Symptomen in die Notaufnahme, werden bereits beim Erstkontakt Schnelltests auf Influenza, eine RSV-Infektion und COVID durchgeführt, teilte eine Sprecherin des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden mit. Auch an anderen Krankenhäusern gibt es spezielle Abläufe. Das Elisabeth-Krankenhaus in Kassel hat seit der Corona-Pandemie einen Isolationsweg eingerichtet.
Elisabeth-Krankenhaus Kassel: “Lage kann auch kippen”
Die Situation in der Notaufnahme dort ist mit Blick auf Atemwegserkrankungen derzeit zwar überschaubar. Die Leiterin der Notaufnahme, Dr. Wagma Mehlhorn, sagte zu HIT RADIO FFH: „So etwas kann sich aber schnell ändern, die Lage kann auch kippen.“ Wichtig sei, dass sich alle an gelernte Hygiene-Regeln halten, sodass nichts von draußen ins Krankenhaus getragen werde.
Wintermonate bringen Grippewelle
Dr. Florian Unbehaun ist Leiter der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Hanau und sagte im Gespräch mit HIT RADIO FFH: „Wir haben in der ersten Januarhälfte schon genauso viele wirkliche Grippe-Fälle gehabt in der Notaufnahme, wie wir im gesamten Dezember gehabt haben.“ Da immer in den Wintermonaten mit einem erhöhten Aufkommen zu rechnen ist, sei man gut vorbereitet.
Das sind Alarm-Symptome bei Betroffenen
Von einer deutlich höheren Anzahl von Patienten im Vergleich zu außerhalb der Influenza-Welle spricht auch Chefarzt Dr. Bernd Kronenberger vom Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda. Ihn haben wir auch gefragt, bei welchen Alarm-Symptomen der Weg in die Notaufnahme führen sollte: „Wenn die Atmung sehr schnell und flach ist, man keine Luft bekommt, man schläfrig ist und der Blutdruck abfällt.“
Ärzte raten zum Masketragen
Alle Mediziner, mit denen wir gesprochen haben, raten auch zum Tragen einer Maske. Wer mit grippeähnlichen Symptomen ins Krankenhaus kommt, dem wird direkt ein Atemschutz gegeben. Aber auch für Besucher von Patienten sei es ratsam. „Es ist der einfachste Schutz, um sich selbst aber auch andere zu schützen“, erklärt etwa Dr. Florian Unbehaun vom Klinikum Hanau.