Fastnachts-Umzüge in Mühlheim - Stadt sucht Autos als Straßensperren
Die Kosten für Faschingsumzüge sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen - vor allem das Thema Sicherheit beschäftigt die Kommunen und bringt einige an die finanzielle Belastungsgrenze. Deshalb setzt die Stadt Mühlheim am Main jetzt auf ihre Bürger.
Kosten sparen
“Wir haben im vergangenen Jahr mehr als 100.000 Euro aufgewendet” erklärt Bürgermeister Alexander Krey im FFH-Gespräch. Statt enorm viel Geld für Poller und Blockaden auszugeben, ruft die Stadt Mühlheim am Main nun ihre Bewohner dazu auf, ihre Autos bereitzustellen.
Dadurch könne sichergestellt werden, dass der Umzug auch weiterhin stattfindet. Anderorts haben die hohen Kosten für Sicherheitsmaßnahmen schon für die Absagen der Umzüge gesorgt.
Autos als Barrieren
Am Tag des Karnevalsumzugs sollen die Autos anstelle von Barrieren zum Blockieren und Absichern der Straßen benutzt werden. Gerade Besitzer der Autos, die ohnehin auf der geplanten Zugstrecke stehen, seien herzlich gebeten sich zu beteiligen. Die anwesenden Polizisten und Mitarbeiter von Ordnungsbehörden würden dafür sorgen, dass die Fahrzeuge nicht beschädigt werden.
Es gibt schon Zusagen
Unter anderem die Bäckerei Heberer aus Mühlheim hat schon ihre Unterstützung zugesichert. Mit 15 LKW aus ihrer Flotte helfen sie die Sperrungen aufzubauen, damit der Faschingsumzug stattfinden kann.
“Wenn es irgendwie nicht zustande kommen würde, würde uns das alle sehr traurig machen.” sagt die Geschäftsführerin des Familienunternehmens Sandra Heberer. Für sie sei es wichtig, dass man als Stadt zusammenhält, um weiterhin solche Veranstaltungen zu ermöglichen.