Sperrung im Süden Frankfurts - Was heißt das für den Verkehr?
Eine über die Mörfelder Landstraße führende Bahnbrücke wird neu gebaut. Die Straße ist dafür um die Brücke voll gesperrt. Was ändert sich für Autofahrer, Fußgänger und im Nahverkehr?
Deutliche Einschränkungen für Autofahrerinnen und Autofahrer, für Fahrradfahrer und ÖPNV-Nutzende im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen. Seit März läuft auf und über der Mörfelder Landstraße ein großes Bauprojekt, ein Abschnitt ist bis 2029 voll gesperrt. Grund ist der Neubau der dortigen gut 100 Jahre alten Bahnbrücke. Auch Busse und Straßenbahnen fahren über Jahre andere Routen.
Keine zusätzlichen Staus
Bei einem Baustellenrundgang zwei Monate nach dem sichtbaren Start konnte sich unser FFH-Reporter vor Ort ein Bild machen. Ein Verkehrschaos ist nach Angaben von Frankfurts Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert ausgeblieben. “Der Durchgangsverkehr wird großräumig umgeleitet, wir haben auch vereinzelt nachgesteuert. Wir haben eigentlich keine Stausituation über das normale Maß hinaus.”
Bahn-Sperrung bis Mitte Mai
Die Bahnstrecke ist noch bis 15. Mai dicht. Das betrifft ICE-Verbindungen, die RB 58 und auch Güterzüge. Danach soll dann erstmal wieder alles über Hilfsbrücken laufen, die extra gebaut wurden. Im Jahr 2027 wird dann nochmal für rund 10 Wochen der Bahnverkehr gesperrt. Marco Rasbieler von der DB sagte: “Jetzt müssen die Leute da leider durch, aber am Ende haben wir eine bessere Strecke, die auch für die Zukunft gesichert ist.”
Was passiert genau?
Konkret geht es um die Eisenbahnbrücke, die zwischen Breslauer Straße und Oppenheimer Landstraße über die Mörfelder Landstraße führt. Die Vollsperrung rund um die Brücke dauert bis 2029 an, wie die Stadt mitteilte.
Brücke gut 100 Jahre alt
Die Brücke ist in die Jahre gekommen. Laut den Angaben müssen sich bisher etwa Nah-, Fuß- und Radverkehr den nur rund 16 Meter breiten Durchgang unter der Bahnstrecke teilen.
Straße unter Brücke wird breiter
Nun soll die Bahntochter DB InfraGO voraussichtlich bis Ende 2027 eine neue Brücke bauen, die mehr als 60 Meter weit sein solle. Finanzielle Unterstützung gibt es von der Stadt Frankfurt. Ab 2028 soll die enge Straßenführung unter der Brücke verbreitert werden. Das Ziel: Der Verkehr soll flüssiger werden, auch Fuß- und Radwege sind auf beiden Straßenseiten unter der Brücke geplant.
Was heißt das für den Verkehr?
- Autos: Während Anwohner oder Beschäftigte näher an die Baustelle heranfahren können, ist die Mörfelder Landstraße für den großräumigen Durchgangsverkehr zwischen Oberforsthauskreisel und Offenbacher Landstraße gesperrt. Diese Autofahrer können den Angaben zufolge die Stelle in Richtung West über Wasserweg, Deutschherrnufer, Schaumainkai und Kennedyallee umfahren, in Richtung Ost über Kennedyallee, Stresemannallee, Schaumainkai, Deutschherrnufer und Seehofstraße.
- Fußgänger und Radfahrer: Sie werden über Tiroler Straße und Tiroler Park umgeleitet.
- Straßenbahn: Die Linie 18 fährt den Angaben zufolge via Schweizer- und Gartenstraße, Otto-Hahn-Platz sowie den Haltestellen Friedensbrücke und Stresemannallee.
- Busse: Die Linien 61, X61, X77 und 80 werden laut der Verkehrsgesellschaft Frankfurt zwischen den Haltestellen Oppenheimer Landstraße und Stresemannallee/Mörfelder Landstraße umgeleitet. Die Buslinie 35 wird via Beuthener bis Breslauer Straße verlängert. "So kann gut von und zur Linie 18 umgestiegen werden", heißt es bei der VGF.