Eiertausch und Sterilisation - Was Frankfurt gegen seine Tauben tun will
Frankfurt will eine kleinere, gesündere Taubenpopulation erzielen. Die Stadt setzt dabei auf Eiertausch - und prüft jetzt auch das Thema Vasektomie. In Wiesbaden ist ebenfalls ein Projekt in Planung.
Wie umgehen mit den Frankfurter Stadttauben? Neben Eiertausch und einem Fütterungsverbot der Tiere nimmt die Stadt noch eine andere Möglichkeit in den Blick: "Derzeit in der Prüfung ist die Vasektomie der Täuber", sagte der Taubenbeauftragte Dominik Legrum. "Sie ist organisatorisch nicht leicht umzusetzen, hat aber wegen der Monogamie von Tauben das Potenzial, ein Brutpaar dauerhaft aus dem Reproduktionskreislauf herauszunehmen."
Was bedeutet Vasektomie?
Bei der Vasektomie - also einer Sterilisation - wird bei einer kleinen Operation durch den Tierarzt der Samenleiter durchtrennt. In Wiesbaden laufen derweil nach Angaben der Landeshauptstadt gerade die Vorbereitungen für ein Vasektomie-Projekt.
Was macht der Taubenbeauftragte?
Legrum ist in Frankfurt seit Mitte 2025 als eigens ernannter Taubenbeauftragter im Dienst. Ziel sei es, eine kleinere, gesündere Population aufbauen und sogenannte Tauben-Hotspots zu entschärfen. Das sind Orte, an denen das Zusammenleben von Mensch und Taube nicht funktioniert, etwa unter stark frequentierten Brücken, wie er sagt.
Was tut die Stadt bisher?
In der Stadt gebe es bislang ein betreutes Taubenhaus, in dem sich Tauben zum Brüten ansiedeln könnten. "Das bedeutet, die meisten Stadttauben leben "frei" unter Brücken, auf Balkonen und an anderen Orten, ihre Population ist deshalb weitestgehend unkontrolliert."
"Tauben gehören zu Frankfurt dazu."
Legrum betont aber auch: "Tauben gehören zu Frankfurt dazu." Ziel sei der Aufbau eines Netzes betreuter Taubenhäuser, das den Tieren gute Lebensbedingungen hinsichtlich Nahrung und Nistplätzen ermögliche und gleichzeitig ihre Zahl durch den Eiertausch zu reduzieren. Dabei werden Taubeneier eingesammelt und durch Fake-Eier ersetzt.