Teenager nach Brandanschlag auf Café in Frankfurt verurteilt
Vier Jahre Haft für 15-Jährigen - Urteil nach Anschlag auf Frankfurter Café
Das Landgericht Frankfurt hat einen 15-Jährigen wegen eines Brandanschlags auf ein Café zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Jugendkammer verhängte die Strafe unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in fünf Fällen, wie das Gericht auf Anfrage mitteilte.
Wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten fand der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Kugelbombe in Café geworfen
Der 15-Jährige hatte nach den Feststellungen des Gerichts Anfang August 2025 eine selbstgebaute Kugelbombe mit mehreren Litern Brandbeschleuniger in das Café im Frankfurter Stadtteil Bockenheim geworfen. Dort war der Sprengsatz detoniert und hatte den Raum komplett in Brand gesetzt. Nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft konnte der Wirt durch sein beherztes Eingreifen vier Gäste und sich weitgehend unversehrt ins Freie bringen.
Teenager aus den Niederlanden für Tat angeworben
Der aus den Niederlanden stammende 15-Jährige war den Ermittlungen zufolge in seinem Heimatland per Snapchat für die mutmaßliche Auftragstat angeworben und ins Rhein-Main-Gebiet gebracht worden. Der Jugendliche wurde kurz nach der Tat festgenommen. Die genauen Hintergründe für die Tat sind unklar.