Von Deutschland nach Kenia - Wieso Frankfurter Antilope Fitz umzieht
Fitz wird wegziehen, und zwar mit einer Mission: Die im Frankfurter Zoo geborene Antilope nimmt Teil an einem Zuchtprogramm.
Vom Frankfurter Zoogehege in einen Nationalpark in Kenia. Der Traum schlechthin für jedes exotische Tier der europäischen Zoos. Die Antilope Fitz hat allerdings eine Aufgabe: Sie soll sich paaren, und zwar doppelt und dreifach. Aus den 100 in Kenia lebenden Tieren soll bis 2050 eine Population von mindestens 750 Tieren aufgebaut werden.
Gegen das Artensterben
Die sogenannten Bergbongos gibt es kaum noch auf der Welt. Im Mount Kenya Nationalpark, einem angestammten Lebensraum der Antilopen, kommen aktuell sogar gar keine freilebenden Bongos mehr vor.
Ein aufwändiges Wiederansiedlungsprogramm vor Ort möchte Bongos wieder ansiedeln. Dafür werden 5 europäische Bongo-Bullen mit den besten Genen ausgewählt. Einer davon ist Fitz aus dem Frankfurter Zoo. Das Tier ist bereits aus Deutschland umgezogen und wird in einem Safaripark in Tschechien auf Kenia vorbereitet.
Dort leben leben 100 Bongos. Die Bullen aus Europa sollen nach einer Eingewöhnungszeit in das dortige Zuchtprogramm integriert werden und den Genpool auffrischen.
Tierexperten sind stolz auf Fitz
Die Frankfurter Zoodirektorin Dr. Christina Geiger ist von dem Programm überzeugt. „So haben wir die Chance, die Tiere in einem nächsten Schritt wieder in ihrem angestammten Lebensraum anzusiedeln“.
Dr. Robert Aruho, Wildtierarzt in Kenia sagt: „Nachdem wir den Meilenstein von 100 Östlichen Bongos in der Mount Kenya Wildlife Conservancy erreicht haben, konzentrieren wir uns nun auf ein nachhaltiges Wachstum der Population mit dem langfristigen Ziel, bis 2050 eine Population von mindestens 750 Tieren aufzubauen."