Top 20 in ganz Deutschland - Bad Homburger Grundschule bei Schulpreis
Die Paul-Maar-Schule in Bad Homburg hat es beim Deutschen Schulpreis bundesweit in die Top 20 geschafft. Die Grundschule ist nur eine von drei hessischen Schulen und ist richtig Stolz auf diesen Erfolg.
Die Bad Homburger Schule behauptet von sich selbst, sie würde “Schule neu denken”. Wie das konkret aussieht, hat die Schulleiterin unserem Reporter vor Ort gezeigt.
Deutscher Schulpreis
Der Deutsche Schulpreis zeichnet seit 2006 besonders gute und innovative Schulen aus. Im Mittelpunkt stehe die Unterrichtsqualität und die bestmögliche Förderung aller Schülerinnen und Schüler.
Was macht die Paul-Maar-Schule so besonders?
Wo Kinder anderswo im Klassenraum fest am Tisch sitzen, dürfen sie sich hier teils im ganzen Gebäude frei bewegen und sich jederzeit in ein ruhiges Eck zurückziehen, wenn ihnen das Lernen oder ihre Mitschüler zu viel werden. Die Schulleitung will den gesamten Unterricht damit “vom Kind aus denken”.
“Schule neu denken”
Das klingt nicht nach normalem Unterricht - und das ist auch so gewollt. Die Schulleitung will damit “Schule neu denken”. Jeden Freitag öffnen an der Paul-Maar-Grundschule verschiedene “Ateliers”. Die Kinder bemalen Leinwände, nehmen eigene Songs auf oder programmieren kleine Roboter. Diese Ateliers werden entweder von Lehrerinnen und Lehrer mit unterschiedlichen Hobbies betrieben oder von Studentinnen und Studenten, die dafür an die Grundschule kommen.
“Kinderstadt Samshausen”
Alle zwei Jahre veranstaltet die Schule die “Kinderstadt Samshausen”. Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen spielerisch in Berufe und werden Polizist oder Zeitungsredakteur. Das Projekt soll auch den Umgang mit Geld beibringen, da die Kinder ihr spielerisches Gehalt sparen müssen, um damit Dinge zu kaufen.
Mit iPads auch digital lernen
Die klassischen Kreidetafeln im Klassenzimmer sind, wie schon in vielen Schulen, durch digitale Boards ersetzt. Aber auch mithilfe von iPads kann jedes Kind individuell und in seinem Tempo lernen. Schulleiterin Jeanette Werner erklärt diesen Ansatz auch damit, dass “in jedem Kind Potenzial steckt” und dieses durch den individuellen Ansatz am besten entfaltet werden könne.
Nächste Runde Mitte Juni
Ob die Schule nun auch in die nächste Runde des Deutschen Schulpreises einzieht, entscheidet sich Mitte Juni.