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Mega-Rechenzentren: Bürger in Maintal warten auf Antworten

Geplante Mega-Rechenzentren - Bürger in Maintal warten auf Antworten

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Info-Veranstaltung in Maintal für ein geplantes Rechenzentrum im Stadtteil Bischofsheim.

Seit Monaten ist es ein Aufreger-Thema in Maintal: Der geplante Bau von Mega-Rechenzentren. Die Pläne für ein erstes Datacenter stocken nach heftigen Protesten - für ein zweites gab es am Abend eine Infoveranstaltung für die Bürger. Unser Reporter war mit dabei.

Viele Fragen sind offengeblieben: Wie hoch wird der Energieverbrauch sein? Wie viele Milliarden kostet das Rechenzentrum? Wie viel Fläche wird es am Ende genau verbrauchen? Der Referent vom Betreiber Amazon Web Services muss bei vielen Fragen passen. 

Immerhin gibt es die Info-Veranstaltung

Die Debatte wird stundenlang intensiv geführt. Überzeugt sind viele Maintaler am Ende nicht, aber einige sagen: Immerhin ist es ein guter Ansatz mit der Info-Veranstaltung. Ohnehin scheinen die Pläne für das Rechenzentrum im Bischofsheimer Gewerbegebiet weniger brisant zu sein als jene für das umstrittene Projekt in Maintal-Dörnigheim. Denn in Bischofsheim soll der Strom über das bestehende Netz kommen. In Dörnigheim war geplant, dafür ein laut Kritikern extrem lautes und umweltschädliches Gaskraftwerk zu bauen. Nach heftigen Protesten prüfen Stadt und Betreiber aktuell die Umsetzung.

 

XXL-Rechenzentrum in Maintal Stoppen Bürger das Milliarden-Projekt?

Haben engagierte Bürger in Maintal mit ihrem Protest den Bau eines gigantischen…

Das Rhein-Main-Gebiet beherbergt die meisten Rechenzentren bundesweit. Es ist attraktiv wegen der Nähe zum großen Internetknoten DE-CIX in Frankfurt. Doch der weitere Ausbau stößt an eine Grenze. In Frankfurt gibt es Probleme mit der Stromkapazität. "Aktuell ist davon auszugehen, dass insbesondere große, leistungsstarke Neuanschlüsse erst ab Mitte der 2030er‑Jahre erneut bereitgestellt werden können", teilt der Energieversorger Mainova mit.

KI braucht energiehungrige Rechenzentren

Ein mittelgroßes Rechenzentrum verbraucht nach Angaben der Internationalen Energieagentur so viel Strom wie rund 100.000 Haushalte. Der Grund: Rund zwei Drittel des Strombedarfs entfallen auf IT-Infrastruktur - also Server, Speicher und Netzwerktechnik - das übrige Drittel auf Kühlung und unterbrechungsfreie Stromversorgung. Hinzu kommt: KI-Chips, insbesondere moderne Grafikprozessoren, entwickeln enorme Hitze und müssen intensiv gekühlt werden - auch mit Wasser.

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