Zwillingsbrüder starben - Prozess um E-Scooter-Unfall in Frankfurt
Diese Nacht hatte viele in Frankfurt aufgewühlt - und bundesweit Anteilnahme hervorgerufen. Zwei Zwillingsbrüder auf einem E-Scooter sterben, ein gemeinsamer Freund wird schwer verletzt - weil ein Autofahrer die Kontrolle verliert und auf den Fahrradstreifen rast. Am Montag (29. Juni) beginnt in Frankfurt der Prozess gegen ihn.
Der Angeklagte, ein heute 24-Jähriger aus Bad Kreuznach, soll in der Nacht auf den 6. Juli 2025 nach dem Konsum von Lachgas mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Mainzer Landstraße unterwegs gewesen sein.
Einer der Brüder stirbt noch vor Ort
Gegen kurz nach halb drei kam er laut Anklage von seiner Fahrspur ab - und fuhr auf dem Fahrradstreifen in die beiden Brüder, die sich einen E-Scooter teilten. Einer starb noch an der Unfallstelle, der andere wenige Stunden später im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft wertet das als fahrlässige Tötung.
Dritter Fahrer schwer verletzt
Unmittelbar danach soll der Angeklagte mit gleichbleibender Geschwindigkeit weitergefahren und mit einem weiteren E-Scooter kollidiert sein. Der 27-jährige Fahrer landete auf der Motorhaube und wurde rund 70 Meter mitgeschleift, bevor er auf die Fahrbahn fiel. Er wurde mehrfach operiert und verlor seinen rechten Unterschenkel.
Auch versuchter Mord angeklagt
Obwohl der Angeklagte den Unfall bemerkt haben soll, bremste er den Ermittlungen zufolge nicht. Danach soll er geflüchtet sein, das Auto abgestellt und die Kennzeichen entfernt haben. Weil er damit seine Beteiligung an den Unfällen mutmaßlich verschleiern wollte, lautet ein weiterer Vorwurf: versuchter Mord. Stunden später stellte er sich der Polizei.