Waldbrände bei Rodenbach: Suche nach möglichen Brandstiftern
Waldbrände bei Rodenbach - Suche nach möglichen Brandstiftern
Gleich mehrere Waldbrände halten Feuerwehr und Polizei seit Montag (10.08.) rund um Rodenbach im Main-Kinzig-Kreis in Atem. Die Flammen bedrohten zeitweise auch eine Wochenendhaussiedlung, die teilweise evakuiert wurde. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus und sucht Hinweise auf die möglichen Verursacher.
Die Brandstellen liegen in den Wäldern rund um Oberrodenbach. Zahlreiche Glutnester haben die Einsatzkräfte auch am Tag nach dem Brandausbruch beschäftigt, die Nachlöscharbeiten dauerten an.
Polizei mit Quads im Wald unterwegs
Nach Angaben der Polizei waren Beamte in den betroffenen Waldgebieten im Einsatz, um Spuren zu sichern. Die Ermittler hoffen so, Hinweise zu bekommen, wie die Brände entstanden sind und auch auf die möglichen Verursacher. Die Polizei war dafür unter anderem mit Quads in dem unwegsamen Gelände unterwegs, um die einzelnen Brandstellen und deren Umfeld besser erreichen zu können.
Polizei geht von Brandstiftung aus
Die Kriminalpolizei ermittelt weiterhin in alle Richtungen. Nach aktuellem Stand geht sie aber von Brandstiftung aus. Nach Einschätzung der Polizei könnten der oder die möglichen Brandverursacher mit einem Fortbewegungsmittel unterwegs gewesen sein und dabei auch Taschen mitgeführt haben.
Zeugen gesucht
Die Polizei bittet deshalb um Hinweise: Wer am Montag in den betroffenen Waldgebieten verdächtige Personen, Fahrzeuge oder sonstige Auffälligkeiten beobachtet hat, soll sich bei der Hanauer Kriminalpolizei unter 06181 100-123 melden. Auch Beobachtungen, die zunächst unbedeutend erscheinen, könnten für die Ermittlungen wichtig sein, heißt es.
Wochenendhaussiedlung zeitweise in Gefahr
Die Löscharbeiten gestalteten sich laut Polizei äußerst schwierig. Kräftiger Wind fachte die Flammen in dem unwegsamen Gelände immer wieder an. Einer der Brandherde lag direkt am Ortsrand einer Wochenendhaussiedlung. Weil sich das Feuer bedrohlich auf die Gebäude zubewegte, forderte die Polizei anwesende Personen auf, das Gebiet vorsorglich zu verlassen. Um eine weitere Ausbreitung zu stoppen, schlugen die Einsatzkräfte Schneisen in den Wald und sperrten Zufahrtswege ab.
Wasser-Sparaufruf wieder aufgehoben
Sowohl Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna als auch die Feuerwehren hatten die Bewohner zwischenzeitlich zum Wassersparen aufgerufen, damit genug Wasser für die Löscharbeiten zur Verfügung steht. Inzwischen wurden die Beschränkungen nach Angaben der Stadt wieder aufgehoben. Duschen, Baden und das Bewässern des Gartens sind wieder erlaubt.