Waldbrände in Hessen - Das fordert der Landesfeuerwehrverband
Im Kampf gegen Waldbrände waren Hessens Feuerwehrleute diesen Sommer bis zur Erschöpfung im Einsatz - etwa in Rodenbach, Bad Schwalbach oder Grävenwiesbach. Hessens Landesfeuerwehrverband stellt jetzt Forderungen, um die Arbeit in Zukunft noch besser machen zu können.
Im Gespräch mit HIT RADIO FFH im Funkhaus in Bad Vilbel lobt Präsident Norbert Fischer den Einsatz der vielen Helfer. “Die Feuerwehr ist gut aufgestellt”, sagte der 59-Jährige. Gleichzeitig werde analysiert, was verbessert werden kann.
Löschwassertanks in Wäldern
Ein Wunsch sind große Löschwassertanks in Wäldern, etwa an Stellen, an denen Windkraftanlagen neu gebaut werden. “Wir müssen oft kilometerlange Schlauchleitungen legen, um Wasser beizuschaffen”, erklärt Norbert Fischer. Weiter eingekauft werden soll auch leichtere Waldbrand-Einsatzkleidung.
Hessens Landwirte sollen außerdem noch besser eingebunden werden. Auf einer Plattform im Internet können sie eintragen, welche Zugmaschinen oder Tankwagen sie haben, um bei Wald- und Wiesenbränden zu helfen. Das sei bei der Koordination hilfreich, so Fischer.
Schulung der Feuerwehrleute
Der Präsident vom Landesfeuerwehrverband mit Sitz in Kassel setzt außerdem drauf, dass die über 70.000 freiwilligen Feuerwehrleute und Berufsfeuerwehrleute optimal geschult werden, um auf Waldbrände vorbereitet zu sein. Dazu gebe es zusätzliche Ausbildungsmodule in der Landesfeuerwehrschule.
Hilfe auch aus der Luft
Auch aus der Luft kommt Hilfe, vor allem bei der schnellen Meldung von Waldbränden. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen leitet bereits seit vielen Jahren über den Fluginformationsdienst (FIS) Meldungen von Luftfahrzeugführern über Rauch und Feuer am Boden in Kooperation mit der Leitstelle Dietzenbach an die zuständigen Leitstellen im gesamten Bundesgebiet weiter.
System noch besser bekannt machen
Aktuell plant das Innenministerium in Zusammenarbeit mit der Deutschen Flugsicherung, dass in kommenden Jahr noch mehr Pilotinnen und Piloten ein unterstützendes Auge aus der Luft für die Feuerwehren in Hessen und sogar bundesweit sein werden. Den Feuerwehren soll das Verfahren besser bekannt gemacht werden, damit sie die Meldungen und die Meldewege kennenlernen und nachvollziehen können.