Sporthalle in Rodgau gesperrt - So geht's weiter für Schule und Vereine
Eigentlich sollte die Sporthalle am Bürgerhaus in Rodgau-Nieder-Roden neue LED-Beleuchtung bekommen. Bei den Arbeiten dafür fallen aber schwere Schäden an der Decke auf. Das hat Folgen für die Grundschule und die vielen Sportvereine.
Ein Gutachten soll jetzt Gewissheit bringen, ob die Halle einsturzgefährdet ist. Bis das vorliegt müssen die Stadt und die betroffenen Sportvereine improvisieren.
Lange Risse in den Deckenbalken
Eigentlich haben es die Kinder hier in der Grundschule am Bürgerhaus in Nieder-Roden (Kreis Offenbach) richtig schön: Klettergerüst, Tischtennisplatten, viel Platz zum Toben auf dem Schulhof. Nur in die Sporthalle nebenan können sie jetzt nicht mehr. “Es sind im tragenden Gebälk um die zwölf Zentimeter lange Risse, die auch an manchen Stellen bis nach unten durchgehen”, erklärt Janika Martin, erste Stadträtin von Rodgau im Interview mit HIT RADIO FFH.
Schnelle Lösung für die Schulkinder
Nach der Entdeckung hat die Stadt die Halle sicherheitshalber gesperrt, mit Folgen für die Grundschule und die vielen Sportvereine, die hier trainieren. Für die Kinder gibt es eine Lösung: Sie machen nebenan im Bürgerhaus Sport, so die Stadträtin.
Längere Sperrung wäre ein “Horrorszenario”
Schwieriger ist das Decken-Drama für für die Handballer der HSG Nieder-Roden. “Als Trainingsstätte ist die Halle für uns unverzichtbar”, sagt Pressesprecher René Marzo. Der Verein müsse jetzt umplanen, auf andere Hallen ausweichen und lege jetzt Trainingsgruppen zusammen. Würde die Sporthalle länger gesperrt bleiben, wäre das ein “Horrorszenario”, so Marzo.
Für die Turnerinnen und Turner der TG Nieder-Roden gilt Ähnliches. Vom Verein stehen noch ganz viele Sportgeräte in der Halle, unter anderem Trampoline und Barren. Die bleiben auch erstmal da, denn die Halle darf nicht betreten werden.
In gut drei Wochen sind alle schlauer
Stadt und Vereine hoffen jetzt auf ein Gutachten. Es wird in etwa drei Wochen kommen und soll klären, wie schwer die Schäden sind und ob die Decke der Sporthalle womöglich einsturzgefährdet ist. “Wenn sich dann erweisen sollte, was wir jetzt an der Stelle nicht hoffen, dass doch eine längere Schließung vonnöten sein wird, dann werden wir uns natürlich mit den Vereinen an einen runden Tisch setzen”, so Stadträtin Martin.