Frankfurt kann abfallfrei - Ein Monat für weniger Müll
43 Aktionen in vier Wochen, sechs Hotspots und ein neuer Secondhand-Store in Höchst: Frankfurt beteiligt sich an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung - und will zeigen, dass Ressourcenschutz im Alltag leichter ist, als viele denken
Von Anfang November bis Sonntag, 29. November, finden in Frankfurt 43 verschiedene Aktionen rund um das Thema Abfallvermeidung statt. Von einer Papierwerkstatt über Repair-Cafés und Tauschmärkte und weiteren DIY-Angeboten reicht das Spektrum.
Einen Monat Programm
Organisiert wird das Programm vom Netzwerk „Frankfurt kann abfallfrei" anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV), die in diesem Jahr offiziell von Samstag, 21., bis Sonntag, 29. November läuft. In Frankfurt dehnt sich das Angebot über den gesamten Monat aus - mehr Zeit, um das eine oder andere auszuprobieren.
Eine Europaweite Aktion
Das Motto der EWAV lautet in diesem Jahr „Ressourcen wertschätzen. Bewusst entscheiden!". Europaweit beteiligen sich tausende Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Industrie und Bildung mit eigenen Aktionen.
Nachhaltigkeit sichtbar machen
Im Kern geht es darum, den Wert sichtbar zu machen, der in jedem Produkt steckt: Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft. Wer Dinge repariert, verleiht, weitergibt oder gar nicht erst kauft, spart all das ein.
Spaß statt Zeigefinger
Bei der Aktion geht es es darum, ohne erhobenen Zeigefinger und mit viel Spaß auf einen bewussteren Umgang mit Ressourcen aufmerksam zu machen. Das Frankfurter Programm ist dafür der passend, weil es eine große Bandbreite abbildet - vom Upcycling über Tauschmärkte bis zu zahlreichen Do-it-yourself-Angeboten.
Vielfältiges Angebot
Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, wird im Programm schnell fündig. Repair-Cafés laden dazu ein, defekte Gegenstände mit fachkundiger Hilfe wieder in Gang zu bringen, außerdem gibt es einen foodsharing-Infostand, der über Lebensmittelverschwendung aufklärt und gerettete Lebensmittel serviert.
Ein Laden als praktischer Beweis
Wie das konkret aussieht, lässt sich ab Montag, 9. November, in Höchst besichtigen. Dann eröffnet der neue reYOUrs Secondhand-Store der FES. Birgit Holm, Leiterin des Geschäftsfelds Zero Waste bei der FES, beschrieb den Ort während des Pressetermins als Angebot an alle Bürgerinnen und Bürger, selbst aktiv zu werden: Wer nicht mehr Getragenes oder Gebrauchtes abgebe und stattdessen neue Lieblingsstücke mitnehme, halte Produkte länger im Kreislauf. Genau das sei ein wesentlicher Teil von Abfallvermeidung.