Darum will Strauß als Sponsor der Eishockey-WM abspringen
Streit um Eishockey-WM 2027 - Darum will Sponsor aus Hessen abspringen
Die geplante Eishockey-WM nächstes Jahr in Deutschland sorgt weiter für Streit. Immer mehr Nationalteams und auch Sponsoren drohen mit einem Boykott, wenn die russsiche Auswahl wie angekündigt an den Titlekämpfen im Mai 2027 teilnehmen darf.
Auch das hesssiche Bekleidungsunternehmen Strauß aus Biebergemünd (Main-Kinzig-Kreis) kündigte jetzt an, sein Sponsoring der Weltmeisterschaft in diesem Fall zu überdenken.Seit vielen Jahren ist das Familienunternehmen Partner des Eishockeyweltverbandes IIHF.
Keine Logopräsenz von Strauß bei WM
Sollte die Nationalmannschaft Russlands an der WM 2027 in Deutschland teilnehmen, werden wir auf jegliche Logopräsenz im Umfeld des Turniers verzichten", wird Geschäftsführer Henning Struß in einer Mitteilung zitiert. Auch ein vollständiger Rückzug sei möglich. Auslöser ist ein Urteil des internationalen Sportgerichtshofs Cas, das Russland die Rückkehr auf die große Eishockey-Bühne grundsätzlich wieder ermöglicht.
Cas ermöglicht Teilnahme Russlands
Seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine war Russland in fast allen Sportarten von interantionalen Turnieren ausgeschlossen - auch im Eishockey. Doch nun gab das Schiedsgericht des Cas einer Berufung des russsischen Verbandes statt. Damit wären die Russen bei der Weltmeisterschaft in Deutschland spielberechtigt.
Sponsoren und Nationalteams drohen mit Boykott
Doch ob es dazu wirklich kommt, ist völlig unklar. Direkt nachdem Urteil kündigten mehrere Nationen, darunter Weltmeiste Finnland an, beim Turnier in keinem Fall gegen Russalnd antreten zu wollen. WM-Hauptsponsor Skoda kündigte an, sein Engagement zu überdenken. Angesichts der andauernden russischen Aggression halte man eine Rückkehr der russischen Nationalmannschaft zur WM für unvereinbar mit den Werten, die man langfristig vertrete, sagte eine Sprecherin der tschechischen Nachrichtenagentur CTK.
Deutschland könnte als Ausrichter abspringen
Auch der Deutsche Eishockey-Bund steckt als Ausrichter in der Klemme. "Ich möchte keine Schwarzmalerei betreiben. Ich möchte auch nicht die Weltmeisterschaft infrage stellen. Aber natürlich müssen wir uns als DEB auch mit der Option befassen, dass wir diese Weltmeisterschaft zurückgeben", hatte der DEB-Vorstandsvorsitzende Frank Lutz am Wochenende bei MagentaSport zu den möglichen Folgen des überraschenden Cas-Urteils gesagt.