Pläne für ESA-Besucherzentrum - Bis zu 300.000 Gäste pro Jahr möglich
Die Europäische Weltraumorganisation ESA treibt den Bau eines neuen Besucherzentrums an ihrem Standort in Darmstadt voran. Dieses Projekt soll eine Erlebniswelt schaffen, in der Raumfahrt mit allen Sinnen erlebt werden kann.
Auch ein Konferenzzentrum, ein Bistro, ein Restaurant und ein ESA-Souvenirshop seien Teil des geplanten Konzepts, wie Rolf Densing, ESA-Direktor für Missionsbetrieb und Leiter des europäischen Raumfahrtkontrollzentrums ESOC in Darmstadt, erläuterte. Für die weiteren Planungen habe der Haushaltsausschuss des Bundestags jetzt eine Million Euro bewilligt. Auch die Hessische Landesregierung unterstütze das Projekt stark.
Zehnmal mehr Besucher möglich
Laut Rolf Densing gibt es bereits heute eine hohe Nachfrage nach solchen Angeboten. Darmstadt Marketing berichtet, dass ihre Führungen am ESOC stets ausgebucht sind, mit einer langen Warteliste von bis zu einem Jahr, so Densing weiter. Das neue Zentrum solle Platz für bis zu 300.000 Besucher pro Jahr bieten: eine wesentliche Steigerung gegenüber den aktuellen 30.000 Besuchern.
Fachkundige Unterstützung
Die ESA holt sich für die Umsetzung des Besucherzentrums Unterstützung von Experten. Die Expertise kommt aus der akademischen und der industriellen Welt. Auch Profis aus dem Bereich Entertainment, wie Freizeitparks, seien mit im Boot. Ziel sei es, ein ansprechendes Konzept zu entwickeln, das eine breite Öffentlichkeit anspricht.
Zentrum auch Nachwuchs-Werbung
Densing betont die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort Darmstadt. Die Region sei auf naturwissenschaftlich begeisterten Nachwuchs angewiesen. Das neue Zentrum könnte diesen fördern, indem es zeigt, wie wichtig Raumfahrt für unsere Gesellschaft ist. Er argumentiert, dass die Gesellschaft Raumfahrt braucht und davon profitiert. Deshalb sei es wichtig, der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren und teilzuhaben.
40 Millionen Euro werden wohl nicht reichen
Die Baukosten und die Kosten für den Betrieb müssten aber noch genau ermittelt werden: Ursprünglich war von etwa 40 Millionen Euro Baukosten die Rede, doch angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Bauindustrie könnte es Anpassungen geben, so Densing. Die genaue Planung und Kostenkalkulation sollen nun folgen, um Planungssicherheit zu gewährleisten.