Übungen der Bundeswehr - 850 Soldaten bei "Orange Road" unterwegs
Das wird teilweise laut und richtig voll auf den Straßen: In Hessen und im weiteren FFH-Land starten am Montag (20.4.) große Bundeswehr-Übungen.
So will die Bundeswehr in Teilen Hessens, Thüringens, Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens Nachtflugübungen mit Kampfhubschraubern üben und warnt vor möglichen Lärmbelastungen.
Von Alsfeld bis Göttingen
Tiefflugübungen solle es im Raum Alsfeld, Marburg, Korbach, Warburg, Göttingen, Mühlhausen und Bad Hersfeld von Montag bis Donnerstag geben, teilte das Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar mit. Es werde versucht, das Übungsgebiet stetig zu wechseln.
Großübung „Orange Road“
Zusätzlich startet im Rhein-Neckar-Raum die Bundeswehr-Großübung „Orange Road“, auch mit der Polizei. 850 Soldaten trainieren hier demnach verschiedene Szenarien, wie das Land verteidigt werden soll.
Schutz von Infrastruktur
Das Manöver erstreckt sich über den Raum Bruchsal, Speyer, Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Kehl. Neben dem Militär sind laut Bundeswehr auch zivile Sicherheitsorganisationen im Einsatz. Auf dem Plan stehen unter anderem das Sichern von Räumen, Gewässerübergängen und der Schutz kritischer Infrastruktur. Auch der Umgang mit Kriegsgefangenen wird nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz geübt.
So verhaltet Ihr Euch richtig
Für den Verkehr bedeutet das eine deutlich sichtbare Präsenz von Truppenbewegungen, heißt es von den Behörden. Militärfahrzeuge sind dabei oft in langen Verbänden unterwegs. Hierbei gilt:
- eine Militärkolonne zählt im Straßenverkehr als ein einziges Fahrzeug und darf an Ampeln, Kreisverkehren oder Kreuzungen zusammenbleiben
- das Einscheren zwischen die Bundeswehr-Fahrzeuge - und damit ein Unterbrechen der Kolonne - ist nicht erlaubt
- Überholen ist in der Regel nur auf mehrspurigen Straßen oder auf Autobahnen möglich
Generell wird darum gebeten, Abstand zur übenden Truppe zu halten.
Bürgertelefon für Fragen
Wer Fragen zu den Truppenbewegungen hat, kann sich direkt an das Militär wenden. Die Bundeswehr hat dafür ein durchgehend besetztes Bürgertelefon unter der Nummer 07251/9386003 eingerichtet.