Erdbeersaison 2026 in Hessen gestartet: Auftakt mit Krönung
Erdbeersaison 2026 in Hessen - Minister eröffnet mit Königin die Ernte
In Bischofsheim im Kreis Groß-Gerau ist jetzt offiziell die Erdbeersaison 2026 in Hessen eröffnet worden.
Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung und die neue Erdbeerkönigin Marleen I. starteten die Saison auf dem Hof Guthmann. Der Minister betonte die Qualität regionaler Erdbeeren und ermutigte Verbraucher, lokale Produkte zu unterstützen.
Krönung der Erdbeerkönigin Marleen I.
Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war die Krönung der Erdbeerkönigin Marleen I.: Mit dem Diadem übernahm sie offiziell die Aufgabe, die hessischen Erdbeeren in der Saison 2026 zu repräsentieren. Die 21-jährige Studentin Marleen Leonhardt kommt aus Kriftel und kennt den Erdbeeranbau aus ihrer Familie: Ihr Großvater gründete einen Obstbaubetrieb, den heute ihre Onkel weiterführen.
Herausforderungen der Saison
Bei der Eröffnung diskutierten Vertreter der Obstbau-Branche die Bedingungen der Saison. Laut Andreas Klein vom Hessischen Landesverband für Erwerbsobstbau war der kalte Winter vorteilhaft für die Pflanzen. Doch der Schutz der Erdbeeren vor Spätfrösten erforderte zusätzlichen Aufwand. Reiner Paul von der Vereinigung der Hessischen Direktvermarkter hob hervor, dass in jeder Erdbeere viel Arbeit steckt, die von den Verbrauchern geschätzt werden sollte.
Die Fakten zum Erdbeeranbau in Hessen
- Im Jahr 2025 bauten 143 Betriebe in Hessen auf 960 Hektar Erdbeeren an, davon 187 Hektar im geschützten Tunnelanbau. Dieser Anbau schützt vor Wetterschäden und ermöglicht eine effizientere Ernte.
- Die Erträge lagen bei knapp 7.770 Tonnen, davon 4.686 Tonnen im Freiland und 3.082 Tonnen im Tunnelanbau. Durch den geschützten Anbau lassen sich auch Pilzkrankheiten reduzieren und nützliche Insekten gezielt einsetzen.