Besondere Forschung in Dieburg - KI-Chatbot entsteht aus Bienenstock
Es summt und brummt auf dem Campus der Hochschule in Dieburg. Dort stehen mehrere Bienenstöcke im Innenhof. Und die liefern nicht nur süßen Honig, sie sind auch vollgepackt mit Hightech.
Eigentlich sehen sie ganz normal aus: Holzkisten, Waben, Bienen die rein und rausfliegen. Wären da nicht Kabel und Mikrofone, könnte man denken, es handelt sich um ganz normale Bienenstöcke. Was im BeeLab der Hochschule passiert ist ein ganz besonderes Forschungsprojekt, an dem die Studierenden ihre eigenen Ideen entwickeln können.
Bienen wuseln durch die Luft
Projektleiter Prof. Dr. Marcus Zinn steht in einem weißen Imkeranzug vor einem der Bienenbeuten. Der Informatiker ist von Haus aus Imker und hat das Bienenprojekt an der Hochschule ins Leben gerufen. Er öffnet den Deckel, und im Bienenstock ist ganz viel Gewusel zu sehen.
Ganz viele Sensoren messen Daten
“Was wir sehen, wenn wir jetzt hier diesen Bienenstock öffnen, ist, dass die Bienen da eigentlich eher sogar gechillt ihre Arbeit verrichten, und sich überhaupt gar nicht für die Sensorik interessieren”, erklärt Zinn. "Da sind zum Beispiel Temperatursensoren, Vibration, CO2-Sensoren, Luftfeuchtigkeit. Und die erzählen uns unheimlich viel über den Bienenstock."
Was machen die Studierenden mit den Daten?
Mit so vielen Messwerten und Daten stellt sich die Frage, was die angehenden Wissenschaftler damit machen. “Die Studierenden nutzen sie für eigene Forschung und Projekte”, so Projektleiter Marcus Zinn. So ist unter anderem einen KI-Chatbot entstanden, der Echtzeitdaten aus dem Bienenstock in ein Gespräch in natürlicher Sprache übersetzt.