Mit schlauen Laternen - Radweg Darmstadt-Roßdorf ist fast fertig
Auf der Strecke zwischen Darmstadt und Roßdorf haben Radfahrer bald deutlich mehr Komfort und Platz: Der Ausbau des einstigen Forstwegs zu einem modernen Radweg steht kurz vor dem Abschluss.
Das Millionenprojekt soll das Pendeln auf zwei Rädern nun deutlich attraktiver und sicherer machen.
Seit April gebaut
Nach rund vier Monaten Bauzeit sind die Arbeiten auf Darmstädter Gemarkung fast geschafft. Sobald die letzten Handgriffe erledigt sind, soll die Strecke endgültig für den Verkehr freigegeben werden. Voraussichtlich am kommenden Mittwoch (19.8.). Das teilte der Darmstädter Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey bei einer ersten Probefahrt auf der neuen Trasse mit.
Mehr Platz durch neuen Asphalt
Auf einer Länge von gut zwei Kilometern wurde der ehemals holprige Forstweg zwischen der Heinrichstraße und der Aschaffenburger Straße komplett umgebaut. Der Abschnitt, der teilweise parallel zur Bundesstraße 26 verläuft, hat nun einen neuen Unterbau und eine glatte Asphaltdecke bekommen.
Sicher und bequem
Mit einer Breite von mindestens drei Metern bietet die Strecke den Angaben zufolge nun ausreichend Platz für den Radverkehr. So sollen sich Radfahrer auch im Gegenverkehr sicher und bequem begegnen können. Das alte Schottermaterial wurde laut Stadt teilweise recycelt und direkt in den neuen Weg integriert.
Schlaue Laternen schonen Insekten
Ein besonderes Augenmerk lag beim Bau auf der Beleuchtung. Der Radweg ist mit einem intelligenten Lichtsystem ausgestattet, dessen Intensität sich an die tatsächliche Nutzung anpasst: Die Lampen werden hell, wenn ein Radler vorbeifährt und dimmen sich danach wieder herunter. Das spart nicht nur Energie, sondern soll durch eine spezielle, insektenfreundliche Bauweise auch nachtaktive Tiere schützen.
Pendlerstrecke für 1,6 Millionen Euro
Die Gesamtkosten für den Umbau samt der neuen Beleuchtungsanlage liegen bei rund 1,6 Millionen Euro. Weil die Verbindung täglich von vielen Berufspendlern, Schülern und Freizeitradlern intensiv genutzt wird, schießt das Land Hessen 65 Prozent der Baukosten zu. Wer sicher und komfortabel unterwegs sei, lasse das Auto öfter stehen, heißt es von der Stadt zu den Hintergründen der Investition.