Mit 180 Sachen vor der Polizei - 16-Jähriger flüchtet in Groß-Gerau
Ein 16-Jähriger hat sich in der Nacht zu Sonntag eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert - mit bis zu 180 Sachen auf der Autobahn und einer Flucht quer durch Südhessen. Am Ende blieb der Wagen auf einem Feldweg stecken, sein Beifahrer flüchtete zu Fuß in den Wald.
Kontrolle wird zur Flucht
Eigentlich sollte es nur eine ganz normale Verkehrskontrolle werden: Eine Streife der Polizeiautobahnstation Südhessen überprüfte am Sonntag gegen 0.45 Uhr an der Anschlussstelle Bischofsheim mehrere Fahrzeuge. Als die Beamten den Fahrer eines Audi und seinen Beifahrer anhalten wollten, gab der junge Fahrer plötzlich Gas und raste auf die A60 in Richtung Rüsselsheim.
Verfolgung über zwei Autobahnen
Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf - über die A60 und weiter auf die A67, bis der Audi an der Anschlussstelle Groß-Gerau die Autobahn verließ. Danach ging die Flucht über mehrere Bundes- und Landstraßen weiter, wobei der Fahrer wiederholt rote Ampeln überfuhr.
Festgefahren im Feldweg
Die Flucht endete abrupt, als der junge Fahrer in einen Feldweg einbog und sich dort mit dem Auto festfuhr. Sein Beifahrer stieg aus und flüchtete in einen nahegelegenen Wald, der Fahrer konnte von den Polizisten noch am Fahrzeug festgenommen werden.
Erst 16 Jahre alt - und ohne Führerschein
Der Grund für die riskante Flucht wurde schnell klar: Der Fahrer ist gerade einmal 16 Jahre alt und besitzt keinen Führerschein. Insgesamt 20 Minuten dauerte seine Flucht, bei der auf der Autobahn zeitweise Geschwindigkeiten von 180 Kilometern pro Stunde erreicht wurden.
Strafverfahren droht
Den Jugendlichen erwartet nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs und verbotenem Kraftfahrzeugrennen. Auch gegen den Halter des Fahrzeugs erstatteten die Beamten Anzeige.