Zahl der Eheschließungen fällt auf Tiefstand in Deutschland
Statistisches Bundesamt - Nur noch jeder zweite ist verheiratet
Nur noch jeder Zweite ist verheiratet in Deutschland. Immer mehr Menschen lassen sich bis zum Ja-Wort Zeit, das sagt jetzt das statistische Bundesamt in Wiesbaden.
Vor 30 Jahren waren noch rund 60 Prozent verheiratet. Die Ehen halten dafür aber länger als früher. Am höchsten war 2024 der Anteil bei den 65- bis 69-Jährigen, hier waren zwei Drittel verheiratet oder lebten in einer Lebenspartnerschaft, wie das Bundesamt mitteilt.
Durchschnittsalter bei erster Ehe höher
349.200 Ehen wurden 2024 geschlossen, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Welttags der Ehe am 8. Februar mitteilt. Bis zum ersten Ja-Wort dauert es immer länger, das Durchschnittsalter stieg innerhalb von 30 Jahren um rund sechs Jahre. 2024 waren Frauen bei ihrer ersten Heirat im Schnitt rund 33 Jahre alt, Männer 35 Jahre.
Ehen werden später geschieden
Dafür halten Ehen aber länger. 2024 betrug das Durchschnittsalter bei Scheidungen rund 45 Jahre bei Frauen und 48 Jahre bei Männern. 1994 betrug es bei Frauen rund 37 Jahre und bei Männern 39 Jahre. Die Durchschnittsdauer einer Ehe bis zur Scheidung lag 2024 bei rund 15 Jahren und 1994 bei 12 Jahren. Gut 129.300 Ehen wurden geschieden im Jahr 2024. Somit sind mehr als im Vorjahr.
Deutschland über EU-Schnitt
Den Angaben zufolge wird in Deutschland etwas häufiger geheiratet als im EU-Durchschnitt. Die meisten Ehen wurden laut EU-Statistikbehörde Eurostat im Jahr 2023 in Rumänien, Lettland und Ungarn geschlossen. Die wenigsten Eheschließungen gab es demnach in Bulgarien, Italien und Slowenien.
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