Grüne in Hessen fordern Social-Media-Verbot für Kinder
Mindestalter bei Social-Media - Hessische Grüne stellen 13-Punkte-Plan vo
Schlafprobleme, Ängste, Sucht? Die Grünen-Fraktion dringt auf ein Mindestalter für die Nutzung etwa von Tiktok und Instagram. Welche weiteren Forderungen listet ihr 13-Punkte-Plan auf?
Hessens Grünen-Opposition im Landtag fordert ähnlich wie CDU und SPD auf Bundesebene ein Social-Media-Verbot für Kinder. Studien zeigten bei vielen Mädchen und Jungen eine riskante oder suchtartige Nutzung etwa der Plattform Tiktok, teilte die Grünen-Fraktion in Wiesbaden mit. Die Folge könnten beispielsweise Schlafprobleme, Depressionen, Angst- und Essstörungen bis hin zu suizidalem Verhalten sein.
Fraktionschef Mathias Wagner erklärte mit Blick auf einen neuen 13-Punkte-Plan der Grünen-Fraktion, zentral dabei sei u ein altersabhängiges Stufenmodell: "Kein Social-Media-Account für unter 13-Jährige, Zustimmung der Eltern bei 13- bis 15-Jährigen, keine suchtverstärkenden Mechanismen für alle unter 18-Jährigen."
"Polizeipräsenz im digitalen Raum"
Hinzukommen müsse etwa mehr Medienbildung für Kinder, Eltern und Fachkräfte – beginnend in den Kitas. "Ferner fordern wir eine authentische Polizeipräsenz im digitalen Raum, eine Stärkung von Beratungsstellen und psychosozialer Unterstützung, die Einführung digitaler Streetworker, den Ausbau analoger Freizeitangebote und eine angemessene Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Ausgestaltung von Vorgaben und Regeln", ergänzte Wagner.
Die Bundes-CDU hatte in einem Parteitagsbeschluss die Bundesregierung aufgefordert, eine Altersgrenze von 14 Jahren bei Social Media einzuführen. Auch aus der SPD gibt es ähnliche Vorstöße. Die bayerische CSU lehnt ein Verbot dagegen ab und spricht von einer realitätsfremden Debatte.
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