Arbeitsgemeinschaft alarmiert - Hessische Bäder stehen kurz vor dem Ruin
“Wir alle schwimmen im Wasser - nicht im Geld!” So lautet das Motto der Arbeitsgemeinschaft Hessische Bäder. Diese appelliert an die Politik, sich endlich mehr mit dem bedenklichen Zustand der Bäder zu befassen.
Zu wenig Geld, zu wenig Fachpersonal und anhaltender Sanierungsstau: Die hessichen Bäder kämpfen geradezu um ihren Erhalt. Es gibt zwar hessische Investitionsprogramme, doch diese decken teilweise nur ein Bruchteil von dem ab, was die Betreiber fordern.
Maximilian Faber, Sachgebietsleiter Sportstätten in Friedrichsdorf erkärt am FFH-Mikrofon, inwiefern die Schließungen der Bäder das Sozialleben alle beeinträchtigen würde.
Bäder nicht nur ein “Zuschussgeschäft”
Vor allem die ländlichen Kommunen befinden sich in einem Dilemma. Einerseits gebe es dort kaum andere Möglichkeit, in denen sich die Menschen zu erschwinglichen Preisen treffen können, andererseits machen die Bäder einen sehr großen Teil des Haushaltes aus, der meistens ein Minus bedeute. Einige Kommunen mussten ihre Bäder bereits schließen oder ihre Öffnungszeiten erheblich eingrenzen.
Bäderexperte Alexander Schmeh warnt allerdings davon, die Bäder nur als Kostenspiel zu sehen. Der Nutzen würde Vorteile für die gesamte Gesellschaft bringen, erklärt er FFH.
Gesamtflächiger Zusammenhalt der Betreiber
Die Arbeitsgemeinschaft Hessische Bäder wurde erst Ende September in Friedrichsdorf vorgestellt. Das Ziel sei Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung, vor allem für die kommunalen Betreiber.