Abschiebeflug nach Afghanistan: 3 Männer aus Hessen dabei
Abschiebeflug nach Afghanistan - Wieder Straftäter aus Hessen an Bord
Deutschland hat 25 Männer per Charterflug nach Afghanistan abgeschoben - unter ihnen auch drei Straftäter aus Hessen, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit.
Die drei Straftäter seien unter anderem wegen Vergewaltigung, gefährlicher Körperverletzung und erpresserischem Menschenraub sowie räuberischer Erpressung verurteilt worden. Die heutige Abschiebung sei daher ein wichtiges Signal für unsere Sicherheit und auch für das Vertrauen in unseren Rechtsstaat.
“Klare Signale”
“Die konsequente Abschiebung von Straftätern ist Hessen ein wichtiges Anliegen. Wir müssen hier klare Signale senden – an kriminelle Ausländer und an die Gesellschaft, die zu Recht erwartet, dass wir unseren Rechtsstaat zur Geltung bringen”, sagte Innenminister Poseck.
Bisher neun Abschiebungen aus Hessen
Hessen hat mit den heutigen Zurückgeführten in diesem Jahr laut Ministerium insgesamt neun afghanische Straftäter abgeschoben. Auch am letzten Abschiebeflug war Hessen demnach mit vier von 20 Zurückgeführten überdurchschnittlich beteiligt.
Abschiebeflug in der Nacht
Der aktuelle Abschiebeflug startete in der Nacht in Leipzig und kam am Morgen in der afghanischen Hauptstadt Kabul an. Grundlage ist eine direkte Vereinbarung mit den in Afghanistan herrschenden islamistischen Taliban, die der Bundesregierung regelmäßige Abschiebungen nach Afghanistan ohne Vermittlerstaaten ermöglicht.
Kritik an Abschiebeflügen
Die Abschiebeflüge nach Afghanistan stoßen nicht nur auf Zustimmung. So kritisierten beispielsweise die Flüchtlingsräte, dass die Abschiebeflüge zur Legitimation des Kabuler Unrechtsregimes beitragen würden. Es handele sich um ein menschenrechtsverachtendes Regime, das Mädchen und Frauen aus der Öffentlichkeit verbannt habe und das Menschen willkürlich einsperre, foltere und töte.